Neuer Ableger der Reihe

WWE 2K19 im Test: Update oder Must Have für Wrestling-Fans?

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Der Showcase-Modus von WWEW 2K19 dreht sich um die Karriere von Daniel Bryan.

Mit WWE 2K19 gibt es einen neuen Ableger der Spiele-Reihe zur bekanntesten Wrestling-Promotion der Welt. Hier geht es zum Test des Spiels von 2K Games.

Bekanntlich kommen die neuen Versionen der WWE 2K-Spiele immer ein bisschen wie ein Update des Vorgängers daher. So dass zwangsläufig die Frage aufkommt: Brauche ich das Spiel wirklich, wenn ich schon WWE 2K18 besitze? Die Antwort ist ein klares Ja! Aber: Trotz der zahlreichen Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger gibt es nach wie vor ein paar Dinge, die 2K Games bis zum nächsten Ableger der Wrestling-Reihe gefixt kriegen sollte.

Der von Fans bislang wohl am häufigsten genannte Kritikpunkt der WWE 2K-Reihe ist die Technik. Manche Animationen kamen oft altbacken und abgehakt daher. Und: Bei Matches mit sechs bis acht Kämpfern kam es oft zu nervigen Glitches und Rucklern. Aber was das angeht, muss man den Entwicklern ein großes Lob zollen: Sie haben endlich nachgebessert, so dass die Matches flüssig und ruckelfrei ablaufen. Den weit über 100 spielbare WWE-Superstars und Legenden wurden viele neue Moves und Animationen verpasst, was die Fights noch attraktiver macht. Insgesamt wirkt das Spielrelebnis bei WWE 2K19 nun deutlich runder und lebensechter. Gerade die langen Konterserien wirken nicht mehr so seltsam, wie sie es in früheren Teilen zuweilen taten. Auch Leiter und TLC-Matches, die in den vergangenen Teilen fast schon Garanten für Ruckler waren, laufen störungsfrei ab. Auch die Zielerkennung bei den Moves der Wrestler wurde deutlich verbessert. Manchmal greifen die Kämpfer aber immer noch aneinander vorbei.

WWE 2K19 im Test: Endlich! Flüssige Animationen ohne Ruckler und Glitches

Sehr schön: Bei WWE 2K19 haben die Entwickler endlich die Engine besser in den Griff gekriegt. Nun laufen auch Matches mit acht Kämpfern richtig flüssig. Durch dieses behobene Problem erleben bei WWE 2K19 auch wieder einige Matcharten ein Comeback: Unter anderem Triple-Threat, Fatal Four War oder Tornado Tag Matches sind wieder mit von der Partie.

Bei den Designs der Wrestler gibt es Licht und Schatten. Während Top-Stars wie Triple H, Roman Reigns oder Seth Rollins toll aussehen, gab man sich bei einigen Midcardern oder Frauen deutlich weniger Mühe. Als Negativ-Beispiele seien an dieser Stelle Kofi Kingston, Tyler Bate oder Lana genannt. Letzterer beschwerte sich übrigens gleich mal via Twitter über ihr Aussehen im Spiel. 

Aber zugegeben: Wirklich schlecht sieht keiner der Charaktere bei WWE 2K19 aus.

Ein weiterer (kleiner) Kritikpunkt: Die Kommentatoren sagen bei den Matches zuweilen unpassende Dinge oder wiederholen sich ständig. Auch das Publikum könnte bei einigen Aktionen besser mitgehen. So wirkt das manchmal so lustlos wie die Fan-Kulisse in der Allianz Arena.

Mittlerweile kommen auch die verschiedenen Styles der Wrestler ziemlich authentisch rüber. So macht es schon einen Unterschied ob zwei agile Athleten wie Seth Rollins und Shinsuke Nakamura gegeneinander antreten oder zwei Powerhouses wie Kane und Rusev. Crusierweight-Kämpfe laufen deutlich schneller ab und bieten mehr spektakuläre Aktionen wie die Matches zweier Kraftpakete.

Neulinge haben es bei WWE 2K19 aufgrund der nur sehr rudimentären Tutorial-Einblendungen nicht mehr so einfach wie in vergangenen Teilen der Reihe. Dafür wurde das viel kritisierte Reversal-System deutlich benutzerfreundlicher gestaltet: Die Zeitfenster für die Konter sind bei WWE 2K19 ein wenig größer. Das lässt einen nicht mehr so oft wütend und frustriert ins Joypad beißen! Gelegentlich bockt es bei den Reversals aber noch immer, so dass man nicht drum herumkommt, die Animationsabläufe auswendig zu lernen.

WWE 2K19 im Test: Das ist das neue Payback-Feature

Zudem wurde bei WWE 2K19 das sogenannte Payback-Feature eingeführt, bei dem bei jedem Wrestler vor dem Kampf zwei Spezialaktionen festgelegt werden. Kassiert man Prügel, lädt sich die Payback-Anzeige auf und bei gefüllter Leiste kann man direkt vom Boden aufstehen oder einen Reversal einleiten. Wartet man, bis sich das zweite Symbol füllt, hat man sogar noch mächtigere Paybacks zur Verfügung: Etwa einen zusätzlichen Finisher oder einen Kickout aus dem Pin-Versuch.

Ein weiteres-Feature von WWE 2K19: Der Turm-Modus mit acht Türmen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden mit unterschiedlichen Themen, Gegnern und Match-Arten und Zielen. Dabei hat 2K Games sich offensichtlich von Mortal Kombat inspirieren lassen. Wie dem auch sei: In den jeweiligen Türmen tritt man gegen verschiedene Gegner an und muss bestimmte Bedingungen erfüllen – oder man darf bestimmte Aktionen nicht zeigen. Bei manchen Türmen nimmt man außerdem den erlittenen Schaden aus dem vorigen Match mit in den nächsten Kampf. Der Turm-Modeus ist zuweilen knackig aber auch ziemlich motivierend, da man gezwungen wird, sich ein passende Taktik zuzulegen.

Bei WWE 2K19 ist auch wieder ein Showcase-Modus geboten. Der dreht sich diesmal um die Karriere von WWE-Superstar Daniel Bryan, der nach einer langen Verletzungspause endlich wieder im WWE-Universum mitmischen darf. Die Highlight-Matches seiner Karriere darf man in Form von Mini-Dokus nachspielen. In den Matches muss man bestimmte Ziele erfüllen oder Aktionen ausführen, damit eine bestimmte Zwischensequenz startet und das Match so abläuft wie in der realen WWE-Historie. Das Ganze wird von Daniel Bryan himself kommentiert und mit sehr vielen Video-Clips aus dem WWE-Archiv garniert. Respekt! So einen guten Showcase-Modus gab es in der WWE-Reihe selten. Auch wenn die Entwickler es zuweilen mit der Zahl der zu erreichenden Zielen sehr gut gemeint haben.

Bei WWE 2K19 gibt es natürlich wieder den beliebten Universe-Modus, bei dem man Cards erstellen, Titel vergeben, Fehden ansetzen oder Superstars Gruppierungen zufügen kann. Was auffällt: In diesem Modus gibt es öfter Zwischensequenzen als im Vorgänger: Sowohl bei Rivalitäten als auch bei ganz normalen Matches ohne Storyline-Hintergrund.

Auch der Karrieremodus ist bei WWE 2K19 wieder mit von der Partie. Zuerst erstellt man im altbekannten „Create a Wrestler“-Modus seinen Fighter. Alle möglichen Outfits und Goodies schaltet man mittels Karten frei, die man via InGame-Währung kauft. Keine Angst: Echtes Geld kann man in WWE 2K19 nicht ausgeben. Während des Spielens verdient man ohnehin so viel virtuelles Geld, dass man ständig neue Karten kaufen kann.

Der Karrieremodus an sich läuft ganz anders ab, als in den Vorgängerspielen: Es handelt sich um eine linear erzählte Geschichte, in die man nur stellenweise Entscheidungen fällen kann. Obwohl man nicht viel Entscheidungsspielraum hat, bietet der Modus eine umfangreiche und gut erzählte Story mit vielen interessanten Charakteren: Bei WWE 2K19 starten wir als aufstrebender Wrestler, der sich durch ein Missgeschick Triple H zum Feind macht. Der lässt uns zwar für die WWE antreten, aber nur um uns zu piesacken, wo es nur geht. Zum Beispiel indem er „Drei gegen Einen“-Matches ansetzt. Natürlich sind wir der Eine, der mit der feindlichen Übermacht klarkommen muss.

WWE 2K19 im Test: Das Fazit

WWE 2K19 ist für Wrestling-Fans (mal wieder) ein Pflichtkauf. Auch wer das Vorgänger-Spiel sein Eigen nennt, kann bedenkenlos zugreifen. Im Vergleich zum WWE-Spiel des vergangenen Jahres hat WWE 2K19 in vielen Bereich zugelegt und bietet deutlich mehr.

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