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Unwetter, Hitze und Trockenheit: So wird das Wetter im Sommer 2022

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Von: Bjarne Kommnick

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Wie wird das Wetter im Sommer 2022? Darüber geben Experten nun eine erste, genauere Einschätzung. Die Prognose: Hitze, Trockenheit und Unwettergefahr.

Hannover – Welches Wetter erwartet uns im Sommer 2022 im Norden? Eine genauere Einschätzung dazu sollen nun erstmals Daten von Langzeitprognosen des amerikanischen Wetterdienstes National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) liefern. Demnach rechnen die Experten mit einem Sommer 2022, der statistisch aus der Reihe tanzt.

StadtHannover
Einwohner532.000
Fläche204 Quadratkilometer
Höhe55 m

Wetter im Sommer 2022: Experten rechnen mit Hitze und Trockenheit

Doch laut Dominik Jung, Diplom-Meteorologe von wetter.net würden sich aus den vergangenen Monaten kaum Rückschlüsse auf den kommenden Sommer ziehen lassen. Die Einschätzungen der NOAA seien hingegen zuverlässig. Darauf beruft sich auch Jung in seiner ersten genaueren Einschätzung für die kommenden Sommermonate. Wie wird das Wetter im Sommer 2022?

Ein Thermometer zeigt extreme Hitze.
Wetterkapriolen im Sommer 2022: sowohl Unwetter als auch Hitze und Trockenheit werden erwartet. (Symbolbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Der Sommer 2022 bringe demnach in den Monaten Juni, Juli und August überdurchschnittlich viel Wärme, Hitze und Unwetter mit nach Niedersachsen uns ganz Norddeutschland. Genauer gesagt, soll es laut Experten in diesem Sommer im Durchschnitt wärmer und trockener werden als im gesamten Zeitraum der vergangenen 31 Jahren.

Sommer 2022 durchschnittlich 1 bis 2,5 Grad wärmer als im Zeitraum von 1991 bis 2020

Insgesamt soll es laut Jung rund 1 bis 2,5 Grad wärmer werden als durchschnittlich von 1991 bis 2020. „Das sagt aber nichts über einzelne Tage und Wochen aus“, beschreibt Jung die Prognose. „Da kann es auch mal zwei Tage richtig heiß werden und zehn Tage richtig kalt.“

Die NOAA habe berechnet, dass es zudem überdurchschnittlich trocken bleiben könnte. Doch ein Segen scheint das nicht unbedingt zu sein. Im Juni soll laut NOAA „weniger Niederschlag als üblich“ fallen, erklärt Dominik Jung. In Kombination mit heißen Sommertagen, die aufgrund der Prognosen wohl nicht selten sein dürften, sei die Dürregefahr in diesem Jahr wieder deutlich höher als in den Jahren zuvor.

Experten rechnen auch mit Gewitter, Starkregen und Sturm im Sommer 2022

Generell gehen Wetterexperten von zunehmenden Wetterextremen in den kommenden Jahren aus. Auch in diesem Sommer warnen viele Expertinnen und Experten deshalb auch vor erhöhter Unwettergefahr, so auch die Wettermodelle der NOAA. Deshalb könnte sich der Niederschlag auch auf weniger Tage als üblich aufteilen, dafür aber umso stärker herunterkommen. Insgesamt sei immer wieder auch mit Gewitter, Starkregen und Sturm zu rechnen.

Der 21. Juni läutet mit dem Höchststand der Sonne in Europa den kalendarischen Sommer ein. Rund zwei Wochen später erreiche die kontinentale Landmasse ihre maximale Erwärmung. Soweit die Theorie, doch bereits das wechselhafte Wetter im April 2022 hatte gezeigt, dass es derzeit schwer zu sein scheint, tagesgenaue Angaben zu machen.

Auch der Polarwirbel ist laut Experten in diesem Jahr besonders früh gebrochen. Deshalb bleibt es wohl auch noch abzuwarten, ob die NOAA mit ihrer Prognose richtig liegt, wärmer und trockener als die Jahre zuvor wird es im Schnitt jedoch wohl in jedem Fall.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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