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Nach mehreren Unfällen: Bahn tauscht Posten an Bahnübergängen aus

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Von: Raphael Digiacomo

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Die Bahn tauscht auf der Strecke zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg in Niedersachsen alle Posten aus. Zuletzt kam es dort wiederholt zu Vorfällen.

Rastede – Nach zuletzt vermehrten Vorfällen an Bahnübergängen in Rastede im Landkreis Ammerland in Niedersachsen hat die Bahn nun Konsequenzen gezogen. Das gesamte Team aus Bahnübergangsposten entlang der Strecke Wilhelmshaven – Oldenburg des beauftragten Subunternehmens werde kurzfristig ausgewechselt, wie ein Bahnsprecher mitteilte.

Ein anderer Dienstleister werde nun einspringen und ein neues Team bereit stellen. Dieses solle künftig noch engmaschiger kontrolliert werden. „Sicherheit ist und bleibt das oberste Gebot für die DB“, hieß es. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass am Donnerstag (08.09.2022) ein Ehepaar einen Beinahe-Unfall am Bahnübergang Schanzer Weg gemeldet habe.

Die Bahn tauscht Posten an Bahnübergängen in Niedersachsen nach Unfällen aus

Die Schrankenanlage ist außer Betrieb: Deshalb wird der Bahnübergang von Personal gesichert. Doch es kam inzwischen mehrfach zu Vorfällen.
Die Schrankenanlage ist außer Betrieb: Deshalb wird der Bahnübergang von Personal gesichert. Doch es kam inzwischen mehrfach zu Vorfällen. (Symbolbild) © Sina Schuldt/dpa

Die 50 Jahre alte Fahrerin habe vor dem Bahnübergang ihre Geschwindigkeit reduziert. Ihren Angaben und denen ihres Ehemanns zufolge war nicht klar erkennbar, ob der Übergang frei oder geschlossen war. Auch das Verhalten des Sicherheitspersonals auf dem Bahnübergang habe sie nicht deuten können, wie die Frau der Polizei sagte.

Schließlich habe sie ihr Auto unmittelbar vor den Gleisen zum Stehen gebracht – und zwar genau in dem Moment, als sich eine Diesellok von links näherte. Der Abstand zwischen dem Fahrzeug und der Lok habe zu diesem Zeitpunkt lediglich wenige Meter betragen.

Die Schrankenanlage ist derzeit wegen Bauarbeiten außer Betrieb, die Sicherung des Übergangs wird manuell geregelt. Bereits am Mittwoch (07.09.2022) war die Polizei zu einem anderen Bahnübergang in Rastede im Ortsteil Liethe gerufen worden. In dem Ort war erst Anfang August 2022 ein Lasterfahrer bei einem Unfall mit einer Bahn ums Leben gekommen.

Bahnmitarbeiter verprügelte NDR-Reporter und Interviewpartner

Ein 36 Jahre alter Mitarbeiter eines Bahn-Subunternehmens soll einen NDR-Reporter mehrfach mit der Faust ins Gesicht und gegen den Hinterkopf geschlagen haben. Laut Polizeibericht sei der Interviewpartner vom Fahrgastverband Pro Bahn dazwischen gegangen, um dem Opfer zu helfen. Dabei habe der Mitarbeiter auch ihn geschlagen. Nun wird gegen den Mann wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

„Wir verurteilen den Vorfall aufs Schärfste: Das gewalttätige Handeln des Mitarbeiters unseres Subunternehmens dulden wir nicht, es ist absolut inakzeptabel“, teilte ein Bahnsprecher unlängst mit. „Was auch immer im Vorfeld passiert sein mag – Gewalt ist keine Lösung. Deswegen prüfen wir auch jetzt mit Hochdruck rechtliche Konsequenzen.“ Die Aufarbeitung des Vorfalls dauere noch an. (rdg/lni)

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