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Paar tot in Wald gefunden: Ehemann hatte Kontaktverbot zu seiner Frau

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Von: Johannes Nuß

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Ein Absperrband der Polizei.
In einem Waldstück bei Grafhorst im Landkreis Helmstedt hat die Polizei die Leichen eines Ehepaares gefunden. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. (Symbolbild) © Daniel Vogl/dpa

Nach dem Auffinden eines toten Ehepaares in einem Wald bei Grafhorst im Landkreis Helmstedt sind die Leichen obduziert worden. Offenbar gab es ein Kontaktverbot.

Update von Freitag, 28. Oktober 2022, 08:43 Uhr: Grafhorst – Nachdem am Dienstagvormittag die beiden Leichen eines Ehepaares in einem Wald bei Helmstedt entdeckt worden sind, sind die Toten obduziert worden. Wie es in einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks heißt, sollen sowohl der Mann als auch die Frau durch Schnitte im Halsbereich getötet worden sein.

Wie es weiter heißt, habe zwischen Mann und Frau ein Kontaktverbot geherrscht. Aufgrund der brutalen Art und Weise, wie der Mann seine Ehefrau umgebracht hat, ist davon auszugehen, dass es sich um einen Femizid handelt. Das berichtet kreiszeitung.de.

Ehepaar bei Helmstedt tot in Wald aufgefunden: Staatsanwaltschaft ermittelt

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Christian Wolters, dem NDR sagte, sei die Todesursache beider Personen entweder eine Luftembolie oder Verbluten. Derzeit geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Ehemann zunächst seine Ehefrau auf brutale Art und Weise ermordet hat, bevor er sich selber richtete. „Wenn der Täter überlebt hätte, würden wir wahrscheinlich über Mord reden“, so Wolters zum NDR.

Was ist ein Femizid?

Mit dem Begriff Femizid wird die Tötung einer Frau bzw. eines Mädchens aufgrund ihres Geschlechts beschrieben. Man unterscheidet genauer einen Femizid, der durch die Tötung durch einen Intimpartner (sogenannter Intim-Femizid) verursacht wurde, einen Mord im Namen der „Ehre“, einen Mitgift-bezogenen Femizid und einen nicht-intimen Femizid. Täglich gibt es in Deutschland einen Versuch eines Mannes, eine Frau aufgrund ihres Geschlechts umzubringen, jeden dritten Tag gelingt es einem. (Quelle: Wikipedia)

Attacken soll es schon länger vonseiten des Ehemanns auf seine Frau gegeben haben. Aufgrund dessen habe auch ein Kontaktverbot bestanden. Am Montag schließlich soll der Mann den Kontakt zur Frau auf einem Spielplatz gesucht haben, wo sie mit der gemeinsamen Tochter verweilte. Danach verliert sich die Spur beider Personen, bis sie schließlich Dienstagmorgen tot im Wald aufgefunden wurden. Die Tochter (9) und der 17-jährige Sohn wurden der Obhut des Landkreises übergeben.

Ehepaar bei Helmstedt in Wald aufgefunden: 41-jähriger Mann und dessen 35-jährige Ehefrau tot

Erstmeldung von Donnerstag, 27. Oktober 2022, 12:08 Uhr: Grafhorst – In einem Waldstück bei Grafhorst (Landkreis Helmstedt) in Niedersachsen ist ein totes Ehepaar aufgefunden worden. Wie die Braunschweiter Zeitung berichtet, hat die Staatsanwaltschaft inzwischen die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen.

Wie es in einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks heißt, soll es sich bei den beiden Leichen um einen 41-jährigen Mann und dessen 35-jährige Ehefrau handeln. Dies bestätigte auch ein Polizeisprecher der Braunschweiger Zeitung. Es könnte sich also um einen Femizid handeln.

Die Leichen waren schon am frühen Dienstagmorgen in dem Waldstück bei Grafhorst entdeckt worden, heißt es. „Hintergrund für die Tat waren vermutlich Probleme in der Beziehung des Paares, die bereits zu einer Trennung geführt hatten“, zitiert der NDR am Donnerstag, 27. Oktober 2022, einen Polizeisprecher.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, geht die Polizei aktuell davon aus, dass der 41-jährige Ehemann zunächst seine Frau mit einem Messer umgebracht hat und danach sich selbst richtete. Das Paar hinterlässt zwei Kinder: ein 9-jähriges Mädchen und einen 17-jährigen Jugendlichen. Weitere Informationen zu dem Fall waren nicht in Erfahrung zu bringen.

Weitere Blaulichtmeldungen: Autobahn A1 nach Unfallserie stundenlang gesperrt

Bei zwei Verkehrsunfällen auf der A1 bei Wildeshausen wurden in der Nacht zu Donnerstag mehrere Personen schwer verletzt. Die Autobahn war stundenlang gesperrt. Die Feuerwehr Bremerhaven wurde Donnerstagmorgen mit der DLRG zu einem Verkehrsunfall in den Fischereihafen gerufen. Ein Lkw drohte ins Hafenbecken zu stürzen.

Ein 59-Jähriger aus dem Landkreis Diepholz ist am Dienstagabend mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dort erlag er seinen Verletzungen. Bei einem schweren Verkehrsunfall in Sittensen (Landkreis Rotenburg) ist am Mittwoch eine Motorradfahrerin schwer verletzt worden. Ein betrunkener Autofahrer hatte sie übersehen.

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