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„Preisschock wird noch kommen“: Energiekrise in Niedersachsen erst am Anfang

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Von: Bjarne Kommnick

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Die Verbraucherzentrale in Niedersachsen prophezeit, die Energiekrise ist noch lange nicht am Ende. Der „Preisschock“ soll erst noch kommen.

Hannover – Verbraucherinnen und Verbraucher kämpfen mit steigenden Energiekosten. Doch wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen nun warnt, werde dieser Trend weiterhin anhalten, wie der NDR berichtet hatte. Das berichtet kreiszeitung.de

LandNiedersachsen
Fläche47.614 km²
HauptstadtHannover
Bevölkerung7,982 Millionen

Ein Ende der Energiekrise sei demnach vorerst nicht in Sicht. „Der Preisschock wird noch kommen“, erklärt Petra Kristandt, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale.

Verbraucherzentrale warnt vor Energiekrise: „Wir müssen sparen, sparen, sparen“

Energiesparen in Niedersachsen.
Die Verbraucherzentrale in Niedersachsen warnt davor, dass das Ende der Energiekrise noch lange nicht erreicht ist. © dpa/Hauke-Christian Dittrich

Deshalb scheint das Ziel klar zu sein: „Wir müssen sparen, sparen, sparen. Es nützt nichts“, so Kristandt. Deshalb richtet sie ihren Appell an die Bevölkerung: „Wir gehen in vielen Dingen noch zu gedankenlos mit Energie um“. Laut der Geschäftsführerin bestehe bei Elektro-Geräten im Stand-by-Modus und in der richtigen Einstellung von Kühl- und Gefrierschränken großes Einsparpotenzial.

Kristandt warnt jedoch davor, den Strom-Anbieter aufgrund der Energiekrise kurzfristig zu wechseln. Demnach sei das nicht zielführend. Es zeige sich, dass aufgrund der Situation viel Beratungsbedarf bestehe. Alleine im ersten Halbjahr 2022 hätten sich mehr als 15.000 Menschen in Niedersachsen zu Strom- und Gasverträgen sowie Einsparmöglichkeiten beraten lassen. Im Jahr 2021 waren es insgesamt gerade einmal 18.000. „Wir wissen, dass viele Verbraucher bereits verzweifelt sind über höhere Abschläge.“

Verbraucherzentrale Niedersachsen: „Ich erwarte das Schlimmste“

Doch weil derzeit so viel Beratungsbedarf bestehe, müssten sich Verbraucherinnen und Verbraucher derzeit auf lange Wartezeiten einstellen. Jedoch habe das Land bereits Geld zur Verfügung gestellt, um das Personal für Beratungen aufzustocken. Jedoch könne es bis dahin noch einige Zeit dauern, so Kristandt. Zuletzt kippte die Regierung sogar die Pflicht für Wärmepumpen.

Auch Randolph Fries von der Verbraucherzentrale in Niedersachsen erklärte gegenüber dem NDR: „Ich erwarte das Schlimmste und ich muss ganz offen sagen, dass ich das Gefühl habe, dass beim Verbraucher noch nicht alles angekommen ist“. Er ergänzt: „Es wird zwar jongliert mit Begriffen ‚Energiekrise‘ und ‚Putin‘ und wer hat eigentlich wo, wann wie, welche Fehler gemacht‘, aber letztendlich, glaube ich, ist noch nicht angekommen, was am Ende des Jahres rauskommen könnte an erhöhter Rechnung“.

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