1. Startseite
  2. Niedersachsen

Energiesparmodus für den Niedersächsischen Landtag

Erstellt:

Von: Peter Mlodoch

Kommentare

Der niedersächsische Landtag prüft Optionen, wie kurz- und mittelfristig Energie eingespart werden kann.
Der niedersächsische Landtag prüft Optionen, wie kurz- und mittelfristig Energie eingespart werden kann. © Julian Stratenschulte/dpa

Der Niedersächsische Landtag prüft derzeit Optionen, wie Energie eingespart und der Verbrauch von Strom verringert werden kann. Doch einiges muss am Laufen gehalten werden.

Hannover – Der Niedersächsische Landtag schaltet auf Energiespar-Modus. Während der Sommerpause werde „die Kühlfunktion der raumlufttechnischen Anlagen in allen Bereichen grundsätzlich ausgeschaltet“, teilte Parlamentspräsidentin Gabriele Andretta (SPD) jetzt den Abgeordneten und Mitarbeitern mit.

„Dies betrifft insbesondere den Plenarsaal, die Sitzungs- und Besprechungsräume sowie die Portikushalle“, heißt es in dem Schreiben, das unserer Zeitung vorliegt. Darunter fallen in Absprache mit den vier Fraktionen von SPD, CDU, Grünen und FDP auch deren Sitzungssäle.

Lüftungsanlagen sollen weiterlaufen

Ausgenommen vom Kälteverbot ist nur die „zwingend erforderliche technische Kühlung für die kritischen Verbraucher wie Rechenzentren und Systembetriebsräume“.

Die Lüftungsanlagen in den Gebäuden sollen während der üblichen Geschäftszeiten weiterlaufen, um „insbesondere wegen der nach wie vor hohen Gefahr einer Coronainfektion den erforderlichen Luftaustausch für eine Nutzung der Räume sicherzustellen“.

Bei ganz großer Hitze und „nicht hinnehmbaren Luftkonditionen“ werde man aber Maßnahmen ergreifen, um eine Raumnutzung zu ermöglichen, verspricht Andretta.

Sparkurs des Landtags auch langfristig?

Außerdem reduziert das Parlament seinen Stromverbrauch innerhalb und außerhalb der Gebäude. „Unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten und Verkehrssicherungspflichten wird zukünftig auf Beleuchtung ausschließlich zu repräsentativen Zwecken verzichtet“, kündigt die Hausherrin an. Händewaschen im Leineschloss und seinen Nebengebäuden geht nur noch mit kaltem Wasser; die Warmwasserbereiter an den Waschbecken sollen abgeschaltet werden.

In einigen Toiletten stößt dies allerdings auf technische Hürden. Nicht alle Boiler lassen sich durch simples Steckerziehen von der Stromzufuhr trennen. Hier sind aufwendigere Sicherungsmaßnahmen erforderlich.

Die fest installierten Kochendwassergeräte in den Teeküchen bleiben dagegen in Betrieb. „Zum einen würde deren Stilllegung zu hygienischen Problemen führen und zum anderen würden als Ersatz verstärkt Wasserkocher eingesetzt, was als kontraproduktiv anzusehen ist“, schreibt die Parlamentspräsidentin an Angeordnete und Beschäftigte.

Mit dem Pächter der Leineschloss-Gaststätte und des dazugehörigen Sterne-Restaurants führe man Gespräche, ob und wie man dort Energie sparen könne.

Anfang September will Präsidentin Andretta über eine Fortsetzung ihres Sparkurses entscheiden. (Peter Mlodoch)

Auch interessant

Kommentare