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Geplante Lauterbach-Entführung: Mann aus Niedersachsen angeklagt

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Von: Fabian Raddatz

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Fünf Personen sind angeklagt, weil sie die Entführung von Karl Lauterbach geplant haben sollen. Darunter ist auch ein Mann aus Niedersachsen.

Koblenz – Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen fünf Personen erhoben, weil sie den Sturz der Bundesregierung und die Entführung von Karl Lauterbach geplant haben sollen. Wie die Karlsruher Behörde am Montag, 23. Januar 2023, mitteilte, soll das Verfahren gegen die vier Männer und eine Frau am Oberlandesgericht Koblenz stattfinden.

Laut Anklage sollen die Beschuldigten sich spätestens im Januar 2022 zusammengeschlossen und geplant haben, „mittels Gewalt sowie zumindest unter Inkaufnahme von Todesopfern in Deutschland bürgerkriegsähnliche Zustände auszulösen und damit den Sturz der Bundesregierung und der parlamentarischen Demokratie herbeizuführen“, heißt es in der Anklageschrift, wie kreiszeitung.de berichtet.

Karl Lauterbach
Eine Gruppe soll geplant haben, Karl Lauterbach zu entführen. © Chris Emil Janssen/IMAGO

Gruppe wollte Gesundheitsminister Karl Lauterbach entführen und neue Regierung einführen

Die Gruppe wollte stattdessen ein autoritär geprägtes Regierungssystem nach dem Vorbild des Deutschen Kaiserreichs etablieren. Dazu soll auch geplant gewesen sein, einen bundesweiten Stromausfall herbeizuführen und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zu entführen.

In dem allgemeinen Chaos sollte dann die Macht übernommen werden. Um die Absetzung bekannt zu geben, sollten Schauspieler den Bundespräsidenten oder Kanzler live im Fernsehen imitieren. Auch hätten sich die vier Angeklagten zentrale Führungspositionen in der neuen Regierung zugedacht, so die Bundesanwaltschaft.

Geplante Lauterbach-Entführung: Mann aus Niedersachsen angeklagt

Nachdem sie sich mit verdeckten Ermittlern wegen eines Waffengeschäfts getroffen hatten, wurden die vier Männer am 13. April 2022 an verschiedenen Orten in Deutschland festgenommen. Ermittler stellen daraufhin bei bundesweiten Durchsuchungen etliche Schusswaffen und Munition, Bargeld, Devisen, Silbermünzen und Goldbarren sicher.

Zudem wurde Mitte Oktober eine pensionierte Lehrerin in Sachsen festgenommen. Sie soll eine übergeordnete Stellung in der Gruppe gehabt haben. Die vier Männer stammen aus Ammerland in Niedersachsen, aus Landshut in Bayern, Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) sowie Falkensee bei Berlin. Genauere Angaben zu den Angeklagten gibt es keine.

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