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Niedersachsen-Wahl: Direktkandidaten in Südniedersachsen stehen fest

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Von: Daniel Dillmann, Olaf Weiss, Thomas Kopietz, Axel Gödecke, Michael Cebula, Niko Mönkemeyer, Stefan Rampfel, Kim Henneking, Frank Schneider, Raphael Digiacomo, Michael Caspar, Jens Döll, Clara Veiga Pinto, Frank Bertram, Bernd Schlegel

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Am 9. Oktober wurde in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Lesen Sie hier alle Neuigkeiten aus Göttingen und ganz Süd-Niedersachsen.

+++ 11.42 Uhr: Göttingen – Der Göttinger Volt-Landtagskandidat Till Jonas Hampe zeigt sich sehr zufrieden über das Wahlergebnis. „Wir sind eine junge Partei, haben in kurzer Zeit viel geschafft und unser Ergebnis steht noch deutlich vor dem Bundesergebnis von 0,6 Prozent.“ Hampe kommt im Wahlkreis 16, Göttingen Stadt, als Direktkandidat auf 1,54 Prozent – beziehungsweise 635 Erststimmen.

Für mehr Europa, Umweltschutz, Bildung und Diversität: Volt-Landtagskandidat Till Jonas Hampe (25) aus Göttingen.
Für mehr Europa, Umweltschutz, Bildung und Diversität: Volt-Landtagskandidat Till Jonas Hampe (25) aus Göttingen. © Privat/nh

„Ich hatte auf 1 Prozent gehofft, das haben wir nun doch deutlich übertroffen.“ Mit 0,97 Prozent haben Hampe und Volt dieses Ziel allein mit den Zweitstimmen (406) fast erreicht. Gemeinsam mit seinem Team habe Hampe viel Arbeit und Zeit in den Wahlkampf gesteckt. Einzig das starke Abschneiden der AfD auf Länderebene bereite dem 25-jährigen Stadtrat und Studenten Kopfschmerzen.

Landtagswahl Niedersachsen 2022: Neuigkeiten aus Südniedersachsen zur Wahl im Live-Ticker

+++ 10.03 Uhr: Göttingen – Über die Landeslisten ziehen drei Kandidaten aus dem Landkreis Göttingen in den Landtag in Hannover ein: Es sind für die CDU Carina Hermann (Wahlkreis 16 Göttingen-Stadt) sowie für die Grünen Michael Lühmann (Wahlkreis 15 Göttingen/Münden) sowie Luisa Pippa Schneider (Wahlkreis 14 Duderstadt).

Direktkandidatin der CDU im Wahlkreis Göttingen-Stadt: Carina Hermann.
Direktkandidatin der CDU im Wahlkreis Göttingen-Stadt: Carina Hermann. © CDU/nh

Für die AfD zog kein Kandidat aus dem Landkreis Göttingen ein. Bei der SPD zog kein Landeslistenplatz, da die Sozialdemokraten so viele Direktmandate holten. Damit gehört SPD-Bewerberin Karola Margraf, die sich im Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis Göttingen-Stadt Marie Kollenrott (Grüne) geschlagen geben musste, nicht dem neuen Landtag an.

Listenplatz 9 für Pippa Schneider, AStA-Vorsitzende der Uni Göttingen und Grüne Jugend steht vor einer Graffiti-Wand.
Luisa Pippa Schneider, AStA-Vorsitzende der Uni Göttingen und Grüne-Landtagskandidatin im Wahlkreis 14 Duderstadt. © Privat/nh

+++ 0.37 Uhr: An dieser Stelle bedanken wir uns für Ihr Interesse und wünschen Ihnen eine gute Nacht.

+++ 0.28 Uhr: Mittlerweile haben alle Wahlkreise ihre Stimmen vermeldet; damit steht das vorläufige Endergebnis der niedersächsischen Landtagswahl 2022. Wie zu erwarten geht der Sieg an den amtierenden Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). In Südniedersachsen dominiert die SPD, lediglich im Wahlkreis 14, Duderstadt, behauptet sich die CDU.

+++ 22.45 Uhr: Göttingen – Zum vorläufigen Endergebnis der Landtagswahl Niedersachsen 2022 fehlen aktuell lediglich die Wahlkreise Friesland, Ammerland, Wesermarsch und Hameln/Rinteln.

+++ 21.44 Uhr: Göttingen – FDP-Vorsitzender Patrick Thegeder: „Ich hoffe, dass die FDP morgen, wenn wir aufwachen, bei 5,0 Prozent liegt und nicht wie jetzt bei 4,9 Prozent. Das wäre sehr wünschenswert. Anderenfalls wäre das ein undankbares Ergebnis für unsere Partei und ihre Arbeit.“

Für einen Liberalen ist Göttingen ein extrem schwieriges Feld.

Patrick Thegeder (FDP)

Zu seinem persönlichen Ergebnis (4,27 Prozent) sagt er: „Für einen Liberalen ist Göttingen ein extrem schwieriges Feld. Ich hatte gehofft, dass ich mich inhaltlich absetzte und so ein besseres Ergebnis erzielen kann.“

+++ 21.40 Uhr: Göttingen – „Ich bin traurig und enttäuscht über den Wahlausgang. Ich hatte mit ein anderes Ergebnis gewünscht. Der nahe Kontakt zu den Bürgern hat mir die Hoffnung, es am Ende doch zu schaffen“, sagt SPD-Kandidatin Karola Margraf. „Ich gratuliere Marie Kollenrott zum Wahlsieg. Bürgerwille ist, dass sie für Göttingen nach Hannover geht.“

Es gibt eine kleine Hoffnung, dass Margraf noch über die Landesliste ins Parlament einzieht. „Wenn das nicht der Fall ist, werde ich am Dienstag wieder an meinem Arbeitsplatz beim Karriereberatungsbüro der Bundeswehr sitzen.“

+++ 21.33 Uhr: Göttingen – Carina Hermann (CDU) freut sich über den Einzug in Landtag. „Ich freue mich, dass ich in den Landtag über einen guten Landeslistenplatz einziehen kann, für ich den in Hannover lange gekämpft habe“, sagt die Christdemokratin. Sie ist traurig, dass die CDU insgesamt als Mannschaft verloren hat.

Gleichzeitig ist aber sie glücklich, dass sie mit dem Landesmandat gleichsam ein Tor geschossen hat. Hermann will sich weiterhin für ihre Projekte, unter anderem die Sanierung des Deutschen Theaters sowie eine bessere Bildungspolitik, kämpfen.

+++ 21.29 Uhr: Göttingen – Marie Kollentrott (Grüne): „Auf Landesebene haben wir das historisch beste Ergebnis erreicht, obwohl wir uns ein wenig mehr erwartet hatten. Mit der SPD haben wir eine Mehrheit im künftigen Landtag.“ Bestürzt ist Kollenrott über das Ergebnis der AfD. Das sei Motivation, noch stärker gegen die Rechten zu agieren.

„Wir freuen uns beide, Grüne und SPD, über ein starkes Ergebnis, das Rot-Grün in Hannover möglich macht“, sagt Marie Kollenrott bei der Wahlkampfparty der Grünen im Apex, zu der auch Jürgen Trittin und SPD-Landtagkandidatin Karola Margraf gekommen sind. Am Ende landete Kollenrott bei 35,24 Prozent. Gratulant Jürgen Trittin war zuvor noch in Hannover, gab dort auch TV-Interviews, und gratulierte der Wahlkreissiegerin später im „Apex“.

Ich freue mich wahnsinnig – wir haben als Team stark gekämpft und gewonnen.

Marie Kollenrott

„Ich freue mich wahnsinnig – wir haben als Team stark gekämpft und gewonnen. Ich bin unendlich dankbar, dass mir so viele Götterinnen und Göttinger ihre Stimme und somit Vertrauen gegeben haben. Das Ergebnis, das ich so nicht erwartet hatte, gibt mir kräftigen Rückenwind für die Arbeit im Parlament und dafür, für eine prosperierende Region so viel zu tun, wie ich kann.“ Pippa Schneider wird über die Liste einziehen.

Niedersachsenwahl: SPD-Mann Gerd Hujahn holt über 40 Prozent in Staufenberg

+++ 21.25 Uhr: Altkreis Münden – Auch die Stimmen in Niedersachsens südlichster Gemeinde Staufenberg waren gegen 21.20 Uhr ausgezählt. Dort liegt auch SPD-Mann Gerd Hujahn mit 40,10 Prozent bei den Erststimmen vorne. Ludwig Theuvsen (CDU) folgt mit 30,37 Prozent. Michael Lühmann von den Grünen bekommt 13,11 Prozent, Lisa Zumbrock von der Linken 5,37 Prozent. Stephan Stange (Die Basis) kann mit 7,4 Prozent punkten. FDP-Kandidat Iwan Krivov ist abgeschlagen bei 3,27 Prozent. Zweistimmen: SPD 35,81 Prozent; CDU 26,82 Prozent; Grüne 12,05 Prozent; AfD 11,50 Prozent; DFDP 3,49 Prozent; Die Linke 3,13; Die Basis 1,26 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag in der Gemeinde bei 53,23 Prozent.

+++ 21.19 Uhr: Göttingen – Sein persönlicher Einzug in den Landtag stehe aktuell nicht im Vordergrund, sagt Patrick Thegeder. „Dafür bräuchte ich um die 14. Das ist unwahrscheinlich wenn die FDP gerade nur 5 Prozent hat.“

+++ 21.17 Uhr: Göttingen – „7,26 Prozent in Göttingen sind ein ordentliches Ergebnis – auch wenn wir auch in der Uni-Stadt mit dem Landestrend verloren haben“, sagt Thomas Goes, Kandidat der Linkspartei über sein persönliches Abschneiden. Goes freut sich über stabile Ergebnisse im Bereich Egelsberg und Weststadt.

Ein ordentliches Ergebnis – auch wenn wir auch in der Uni-Stadt mit dem Landestrend verloren haben.

Thomas Goes, Kandidat der Linkspartei

„Wir haben in Südniedersachsen einen ordentlichen Wahlkampf gemacht. Wir haben aufgrund der Kommunikationspannen unserer Bundestagsfraktion verloren, und es erneut nicht ins Parlament“, analysiert Goes. Insbesondere der Auftritt von Sahra Wagenknecht habe zur Verunsicherung der Wählerschaft geführt.

+++ 21.16 Uhr: Hann. Münden – Gegen 21 Uhr waren auch alle Mündener Stimmen ausgezählt. In der Dreiflüssestadt verhielt es sich wie folgt: Die Wahlbeteiligung betrug 55,8 Prozent. Bei den Erststimmen lag Gerd Hujhan (SPD) 47,92 Prozent vorne. Ludwig Theuvsen (CDU) folgte mit 25,88 Prozent; Michael Lühmann (Grüne) bekam 11,48 Prozent, Iwan Krivov (FDP) 3,34 Prozent; Lisa Zumbrock (Die Linke) 3,43 Prozent; Stephan Stange (Die Basis) 6,94 Prozent. Die Zweitstimmen sahen so aus: SPD 40,59 Prozent; CDU 23,83 Prozent; Grüne 11,9 Prozent; FDP 3,66 Prozent; Die Linke 2,72 Prozent, AfD 11,245 Prozent; Die Basis 1,19 Prozent.

Will seinen Sitz im Landtag verteidigen: Gerd Hujahn (SPD) kandidiert erneut für das Direktmandat im Wahlkreis 15.
Gerd Hujahn (SPD) kandidierte erneut für das Direktmandat im Wahlkreis 15. © Thomas Schlenz

Landtagswahl 2022: Die endgültigen Ergebnisse der Direktkandidaten aus Göttingen und Nordheim

+++ 21.04 Uhr: Göttingen/Northeim – Das Endergebnis steht: Dieses Sextett zieht direkt ins Parlament in Hannover ein. In den Landkreisen Göttingen und Northeim sind insgesamt sechs Direktmandate zu vergeben. Folgende Kandidaten holen diese Sitze:

René Kopka (SPD) Gewinner im Wahlkreis Einbeck.
René Kopka (SPD) Gewinner im Wahlkreis Einbeck. © Privat

+++ 20.50 Uhr: Northeim – Die Auszählung in den Wahlkreisen Northeim und Einbeck sind beendet. Die beiden Direktkandidaten der SPD, Sebastian Penno und Rene Kopka, stehen damit als Gewinner fest. Penno erreichte im Wahlkreis Northeim 39,2 Prozent der Stimmen, Kopka im Wahlkreis Einbeck 38,3 Prozent.

Sebastian Penno (SPD) Gewinner im Wahlkreis Northeim.
Sebastian Penno (SPD) Gewinner im Wahlkreis Northeim. © Privat

Auch bei den Zweitstimmen liegen die Sozialdemokraten vorn. Sie erreichen im Wahlkreis Northeim 38,6 Prozent, gefolgt von der CDU (25,9 Prozent), AfD 12,0 Prozent), Grünen (11,3 Prozent), FDP (4,5 Prozent) und der Linken (2,6 Prozent). Im Wahlkreis Einbeck kommt die SPD auf 39 Prozent, die CDU auf 25,3 Prozent, die AfD auf 12 Prozent, die Grünen auf 10,6 Prozent , die FDP auf 5,9 Prozent und die Linke auf 2,3 Prozent.

Bundestagsabgeordneter Jürgen Trittin (Grüne) ist nach Göttingen gekommen und stößt mit Parteifreundin Marie Kollenrott an.
Landtagswahl Niedersachsen 2022: Der Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin (Grüne) ist nach Göttingen gekommen und stößt mit Parteifreundin Marie Kollenrott an. © Stefan Rampfel

+++ 20.48 Uhr: Göttingen – „Wir freuen uns beide, Grüne und SPD, über ein starkes Ergebnis, das Rot-Grün in Hannover möglich macht“, sagt Marie Kollenrott bei der Wahlkampfparty der Grünen im Apex, zu der auch Jürgen Trittin und SPD-Landtagkandidatin Karola Margraf gekommen sind. „Wenn das Ergebnis über 34 Prozent ist, werde ich die ganze Nacht tanzen und feiern.“ 

Wenn das Ergebnis über 34 Prozent ist, werde ich die ganze Nacht tanzen und feiern.

Marie Kollenrott

+++ 20.33 Uhr: Landkreis Göttingen – Im Flecken Bovenden sind alle 19 Wahllokale ausgezählt. Bei den Erststimmen sah das Ergebnis wie folgt aus: Gerd Hujahn 36,81 Prozent; Ludwig Theuvsen 28,77 Prozent; Michael Lühmann (Grüne) 23,08 Prozent, Stephan Stange (Die Basis) 4,14 Prozent; Lisa Zumbrock (Die Linke) 3,86 Prozent, Iwan Krivov (FDP) 3,33 Prozent. Zweitstimmen: SPD 35,95 Prozent; CDU 24,37 Prozent; Grüne 19,10 Prozent; AfD 7,65 Prozent; FDP 4,71 Prozent; Die Linke 2,57 Prozent; Tierschutzpartei 1,12 Prozent; Die Basis 1,05 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,26 Prozent.

Landtagswahl Niedersachsen: Dieses Sextett gewinnt die Direktmandate in Göttingen und Northeim

+++ 20.25 Uhr: Göttingen/Northeim – Dieses Sextett zieht direkt ins Parlament ein: In den Landkreisen Göttingen und Northeim sind insgesamt sechs Direktmandate zu vergeben. Folgende Kandidaten holen diese Sitze laut aktuellem Stand:

+++ 20.25 Uhr: Altkreis Münden – In der Samtgemeinde Dransfeld wurden alle Wahlbüros ausgezählt. Erststimmen: Gerd Hujahn 40,46 Prozent; Ludwig Theuvsen 33,60 Prozent; Michael Lühmann (Grüne) 12,54 Prozent, Stephan Stange (Die Basis) 5 Prozent; Lisa Zumbrock (Die Linke) 4,47 Prozent, Iwan Krivov (FDP) 3,92 Prozent. Zweitstimmen: SPD 35,82 Prozent; CDU 28,49 Prozent; Grüne 11,67 Prozent; AfD 10,96 Prozent; FDP 4,49 Prozent; Die Linke 2,34 Prozent; Freie Wähler 2 Prozent; Die Basis 0,61 Prozent.

+++ 20.17 Uhr: Göttingen – Thomas Goes (Die Linke) sagt: „Mit meinem Wahlergebnis hier in Göttingen-Stadt bin ich zufrieden. Ich bin froh, dass ich mehr Stimmen als der FDP-Kandidat erhalten habe. Ich glaube, wir bieten die bessere Sozialpolitik, die bessere Bildungspolitik und die bessere Klimapolitik.“

Die drei Göttinger Landtagskandidaten der Linken.
Die drei Göttinger Landtagskandidaten der Linken. © Stefan Rampfel

+++ 20.03 Uhr: Altkreis Münden – „Ich bin zufrieden mit meinem persönlichen Wahlergebnis. Wir haben hier gut für jede Stimme für soziale Gerechtigkeit gekämpft. Wir machen weiter für eine starke Linke im Land“, sagte Linken-Direktkandidatin Lisa Zumbrock zu den Hochrechnungen. Das Gesamtergebnis ihrer Partei fand sie „Scheiße“ zudem sei es erschreckend, dass die AfD so viele Stimmen bekommen hat.

Ich bin zufrieden mit meinem persönlichen Wahlergebnis. Wir haben hier gut für jede Stimme für soziale Gerechtigkeit gekämpft. Wir machen weiter für eine starke Linke im Land.

Lisa Zumbrock (Linke)

„Viele Menschen im Land sind resigniert“, berichtete sie von ihrem Eindruck aus der Endphase des Wahlkampfs. „Für uns gibt es nun viel zutun“, fügte sie hinzu und spielte damit auf die Sozialproteste an, die die Linke in Göttingen initiieren möchte. Mit dem schlechten Abschneiden habe man „leider gerechnet“. Bis 20 Uhr konnte Zumbrock 5,03 Prozent der Stimmen auf sich verzeichnen. Die Linke stand bis dato im Wahlkreis 15 bei 2,88 Prozent.

+++ 19.54 Uhr: Hann. Münden – „Das Ergebnis stellt uns und mich persönlich absolut nicht zufrieden“, stellt Iwan Krivov von der FDP fest. „Wir müssen uns zusammensetzen und fragen, wie es zu solch einem Ergebnis kommen konnte. Scheinbar sind unsere Inhalte nicht gut genug kommuniziert wurden. Denn auch in der Ampelkoalition auf Bundesebene sind wir zu unsichtbar.“ Doch Krivov sei optimistisch, dass seine Partei in den Landtag einziehen wird, „da wir bei der Briefwahl meist besser abschneiden“.

Landtagswahl in Südniedersachsen: Die voraussichtlichen Sieger der Direktmandate

+++ 19.50 Uhr: Göttingen/Northeim – Sie ziehen voraussichtlich direkt ins Parlament ein: In den Landkreisen Göttingen und Northeim sind insgesamt sechs Direktmandate zu vergeben. Folgende Kandidaten holen laut dem aktuellen Stand voraussichtlich diese Sitze:

+++ 19.46 Uhr: Göttingen – „Es ist uns nicht gelungen, stärkste Kraft in Niedersachsen zu werden“, sagt CDU-Landtagkandidatin Carina Hermann. „Göttingen-Stadt ist ein extrem anspruchsvoller Wahlkreis für die CDU. Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich davon aus, dass ich über die Landesliste in den Niedersächsischen Landtag einziehen werde.“

+++ 19.47 Uhr: Altkreis Münden – Stephan Stange von der Partei Die Basis hatte bis 19.45 Uhr 5,47 Prozent der Erststimmen bekommen. Bis dahin lagen 86 von 109 Ergebnissen vor. Zu seinem Abschneiden sagte er am Telefon folgendes: „Da bin ich ja mit meiner Kandidatur von null auf hundert gekommen.“ Er verbringt den Wahlabend in „trauter Runde“ und verfolgt die Hochrechnungen im Fernsehen.

Da bin ich ja mit meiner Kandidatur von null auf hundert gekommen.

Stephan Stange (Die Basis)

„Ich hätte mir das nicht erträumt, als ich mich zur Kandidatur entschieden habe“, fügte er hinzu. „Da hatte die Arbeit meines Teams ja einen tieferen Sinn“, sagte er und dankte somit allen Wahlhelfern. Die Basis wurde erst im Zuge der Corona-Pandemie 2020 gegründet, Stange ist seit 2021 Mitglied.

+++ 19.46 Uhr: Göttingen – Essen: Nicht nur bei den Wählern, sondern auch kulinarisch bei den Wahlpartys lagen die Grünen in Göttingen vorn: im „Apex“ zauberte die exzellente Haus- und Fernseh-Köchin Jaqueline Amirfallah ein kaltes Büffett, bei der SPD im Parteihaus wurden belegte Baguette-Stücke gereicht und bei der CDU gab es im DT-Bistro ebenfalls Kanapees. Die FDP hatte für die Mitstreiter im „Kartoffelhaus“ Auswahl à la Carte ausgegeben.

+++ 19.44 Uhr: Göttingen – „Ich bin nicht überrascht, das Ergebnis entspricht den Umfragewerten“, sagt Ludwig Theuvsen, CDU-Landtagkandidat für den Wahlkreis Göttingen/Münden. „Ich werde weder über die Liste noch über das Direktmandat in den Landtag einziehen. Man gewinnt gemeinsam, man verliert gemeinsam.“ 

Landtagswahl Niedersachsen: Freude bei der SPD in Northeim – Enttäuschung bei der CDU

+++ 19.29 Uhr: Northeim – Die Stimmenauszählung geht in den Endspurt. Im Wahlkreis Northeim sind 92 von 108 Wahlbezirke ausgezählt, im Wahlkreis Einbeck sind es 151 und 167 Wahlbezirken. Das Bild hat sich weiter verfestigt: Die SPD ist stärkste Kraft und bringt ihre beiden Direktkandidaten durch. Es folgt die CDU vor der AfD auf dem 3. und den Grünen auf dem 4. Platz.

Freude bei der Northeimer SPD.
Freude bei der Northeimer SPD. © Niko Mönkemeyer

+++ 19.27 Uhr: Altkreis Münden – Im Wahlkreis 14 hat die AfD bis 19.25 Uhr bei den Zweitstimmen 10,49 Prozent. Damit haben sie bis jetzt mehr Zweitstimmen als bei der Landtagswahl 2017. Damals bekamen sie 6,45 Prozent. Einen Direktkandidaten stellte die AfD im Wahlkreis 15 zu dieser Landtagswahl nicht. 2017 bekam Reiner Pflümer 6,03 Prozent der Stimmen.

Enttäuschung bei der CDU in Northeim.
Enttäuschung bei der CDU in Northeim. © Niko Mönkemeyer

Auch die Evangelische-lutherische Landeskirche Hannovers meldete sich zum vorläufigen Stand der Wahl zu Wort .„Ich gratuliere Stephan Weil und der SPD zu ihrem guten Ergebnis als stärkste Partei bei dieser Landtagswahl und dem Bündnis 90/den Grünen zum Stimmenzuwachs im Vergleich zur letzten Landtagswahl“, wird Landesbischof Ralf Meister zitiert.

+++ 19.19 Uhr: Altkreis Münden – Gegen 19.15 Uhr sah die Verteilung der Zweitstimmen im Wahlkreis 15 wie folgt aus: SPD: 36,27 Prozent; CDU 24,43 Prozent; Grüne 15,56 Prozent; AfD 10,46 Prozent; FDP 4,59 Prozent und die Linke bei 3,03 Prozent. Die Partei hat bis jetzt 1,01 Prozent, die Tierschutzpartei 1,53 Prozent.

+++ 19.12 Uhr: Northeim – Auch die Grünen können sich über deutliche Zugewinne freuen. Bei den Zweitstimmen deutet sich in den Wahlkreisen Northeim und Einbeck an, dass sie ihre Stimmen nahezu verdoppeln. Die liegen im Wahlkreis Northeim nach Auszählung von 71 von 108 Wahlbezirken bei 11,1 Prozent (2017: 5,7 Prozent). Im Wahlkreis Einbeck liegen sich nach Auszählung 129 von 167 Wahlbezirken liegen sie bei 9,2 Prozent (2017: 5,1 Prozent).

SPD im Wahlkreis 18 Einbeck: Frohe Mienen über die ersten guten Ergebnisse für René Kopka.
SPD im Wahlkreis 18 Einbeck: Frohe Mienen über die ersten guten Ergebnisse für René Kopka. © Frank Bertram

+++ 19.07 Uhr: Göttingen – Ambivalente Stimmung bei den Grünen im „Apex“, wo das Corona-Virus verhinderte, dass die kandidierenden Pippa Schneider und Michael Lühmann live dabei waren und nur online zugeschaltet waren: Als bei der Prognose um Punkt 18 Uhr: Nach den Zahlen von SPD (33,5) und CDU (27,5) stoppte der grüne Balken in der Grafik bei 14,0 Prozent. Reaktion: keine betretenen Gesichter, aber auch keine lachenden.

Wenige Minuten später läuft die Gewinn- und Verlustrechnung über den Bildschirm: Als bei den Grünen mehr als 5 Prozent Plus notiert werden: brandet lang anhaltender Beifall auf. Den gibt es auch als Marie Kollenrott das Wort ergreift und davon spricht, dass zwei starke Frauen aus den Göttinger-Wahlkreisen im neuen Landtag vertreten sein werden: Marie Kollenrott und Pippa Schneider.

Für den dritten im Bunde, Michael Lühmann, wird es wohl nicht schaffen. Kollenrott lobte den starken Wahlkampf: Mit Blick auf das Landesergebnis sagte sie: „Wir hatten uns mehr als 14 Prozent erwartet, es ist aber das bisher beste Ergebnis bei Landtagswahlen für die Grünen.“

+++ 19.05 Uhr: Hann. Münden – „Jamaica, also Schwarz, Grün, Gelb, kann in Niedersachsen keine Landesregierung gegen die SPD bilden“, freute sich Dr. Wilfried Kraft (SPD), der Vorsitzende des Rats der Stadt Hann. Münden nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnung zur Landtagswahl. Er setze, wie Ministerpräsident Stephan Weil, auf Rot-Grün, so der Sozialdemokrat bei der SPD-Wahlparty in der Ox Location an der Sydekumstraße.

„Erfreut“, dass sich Ministerpräsident Stefan Weil erneut bei einer Landtagswahl durchgesetzt hatte, zeigte sich Karin Warnecke vom SPD-Ortsverband Göttingen / Westliche Dörfer bei der Party in Hann. Münden. Eine rot-grüne Landesregierung werde in schwieriger Zeit eine soziale Politik durchsetzen, die sich an ökologischen Erfordernissen ausrichte.

„Traurig“ über das starke Abschneiden der AfD zeigte sich Roland Schepp, der dem SPD-Ortsverband Staufenberg vorsitzt. „Den Leuten geht es ans Geld“, kommentierte SPD-Landtagskandidat Gerd Hujahn. Viele wollten offenbar den regierenden Parteien einen „Denkzettel“ verpassen. Die „Lösung“ sei das aber nicht, so der Landtagskandidat nach der ersten Hochrechnung.

+++ 19.05 Uhr: Northeim – Daran, dass Sebastian Penno und Rene Kopka die Direktmandate in den Wahlkreisen Northeim und Einbeck gewinnen, gibt es kaum noch einen Zweifel. Nach Auszählung von 64 von 108 Wahlbezirken im Wahlkreis Northeim hat Penno 12 Prozent Vorsprung auf Tristan Marienhagen (CDU). Kopka liegt im Wahlkreis Einbeck 10 Prozent vor Dr. Andreas Kroll (CDU). 

+++ 19 Uhr: Altkreis Münden – Die ersten Auszählungen von 21 von 109 Wahllokalen im Wahlkreis 15 zeigen den folgenden Trend: SPD-Kandidat Hujahn liegt mit 38,6 Prozent vorne, gefolgt von Theuvsen (CDU) mit 26,8 Prozent. Die Grünen mit Michael Lühmann können 19,1 Prozent auf sich vereinen. Lisa Zumbrock (Die Linke) und Stephan Stange (Die Basis) liegen bei 6,2 respektive 5,4 Prozent. FDP-Kandidat, Iwan Krivov, ist Abgeschlagen bei 3,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bis 19 Uhr bei 38,1 Prozent, es gab bis dahin 90 ungültige Stimmen.

+++ 18.50 Uhr: Northeim – Im Wahlkreis Northeim sind bei den Erststimmen mit 34 von 108 nun fast ein Viertel der Wahlbezirke ausgezählt: Sebastian Penno (SPD) führt mit 39,1 Prozent vor Tristan Marienhagen (CDU) mit 26,0 Prozent. Auch im Wahlkreis Einbeck führt weiter der SPD-Kandidat Renne Kopka mit 38,6 Prozent vor Dr. Andreas Kroll (CDU) mit 28 Prozent. 

Northeim: AfD kristallisiert sich als deutlicher Wahlgewinner bei den Zweitstimmen heraus

+++ 18.40 Uhr: Northeim – Als deutlicher Wahlgewinner bei den Zweitstimmen kristallisiert sich die AfD heraus. Sie liegt in Northeim nach Auszählung von 18 von 108 Wahlbezirken bei 11,7 Prozent. Das ist annähernd doppelt so viel wie vor 5 Jahren (6,8 Prozent). Ähnlich sieht das im Wahlkreis Einbeck. Dort liegt die Partei vom rechten Rand bei 11,5 Prozent (2017: 6,7 Prozent).

+++ 18.39 Uhr: Northeim – Alles wartet hier bei der SPD am Northeimer Markt auf das Eintreffen von Kandidat Sebastian Penno, der bislang in mit gut 40 Prozent bei der Auszählung weit vorn liegt.

Das große Warten bei der SPD am Northeimer Markt.
Das große Warten bei der SPD am Northeimer Markt. © Axel Gödecke

+++ 18.35 Uhr: Altkreis Münden – Im Wahlkreis 15, der auch den Altkreis Münden umfasst, waren bis 18.30 Uhr die Stimmen von zwei Wahllokalen aufgezählt. Insgesamt gibt es 109. Bei den Erststimmen lag Gerd Hujahn (SPD) mit 43,85 Prozent vorne, danach kommt Ludwig Theuvsen (CDU) mit 26 Prozent.

Michael Lühmann von den Grünen bekommt 20 Prozent, Stephan Stange (Basis) auf 4,6. Lisa Zumbrock von der Linken bekommt zur Zeit 2,31 Prozent der Stimmen. Allerdings wurden erst die Stimmen von 134 Wählerinnen und Wählern ausgezählt. Bei den Zweitstimmen führt die SPD mit 35,34 Prozent, vor der CDU (25,92 Prozent) und den Grünen mit 15,71. Die AfD bekommt bis jetzt 8,64 der Zweitstimmen.

+++ 18.35 Uhr: Northeim – Bei den Zweitstimmen liegen in den Wahlkreisen Northeim und Einbeck die SPD deutlich vorn: Im Wahlkreis Northeim mit 39,6 Prozent vor der CDU mit 23,3 Prozent. Im Wahlkreis Einbeck mit 40,5 Prozent vor der CDU mit 25,3 Prozent.

+++ 18.30 Uhr: Northeim – Im Wahlkreis Northeim liegt nach Auszählung von 7 von 108 Wahlbezirken Sebastian Penno (SPD) mit 40 Prozent vorn. Tristan Marienhagen liegt bei 26,5 Prozent. 

Die Wahlparty der CDU im Bistro des Deutschen Theaters in Göttingen.
Bei der Wahlparty der CDU im Bistro des Deutschen Theaters in Göttingen sind neben den beiden Landtagkandidaten Carina Hermann (Wahlkreis Göttingen-Stadt) und Ludwig Theuvsen (Göttingen/Münden) auch Fritz Güntzler (Mitglied des Deutschen Bundestages) zugegen. © Stefan Rampfel

+++ 18.30 Uhr: Göttingen – Bei der Wahlparty der CDU im Bistro des Deutschen Theaters in Göttingen sind neben den beiden Landtagkandidaten Carina Hermann (Wahlkreis Göttingen-Stadt) und Ludwig Theuvsen (Göttingen/Münden) auch Fritz Güntzler (Mitglied des Deutschen Bundestages) zugegen. Auf einer großen Leinwand wird das Fernsehprogramm der ARD übertragen. Nach den ersten Hochrechnungen um 18 Uhr, nach denen die CDU nur zweitstärkste Kraft in Niedersachsen ist, ist die Hoffnung dennoch zuversichtlich, dass die Kandidaten in den Landtag einziehen könnten.

CDU im Wahlkreis 18 Einbeck: Betretene Gesichter bei den ersten Zahlen.
CDU im Wahlkreis 18 Einbeck: Betretene Gesichter bei den ersten Zahlen. © Frank Bertram

+++ 18.25 Uhr: Göttingen – „Es sieht gut aus. Die Frage ist, wie groß die Mehrheit am Ende ausfällt. Die CDU hat das schlechteste Ergebnis seit 60 Jahren eingefahren“, analysiert Göttingens Alt-OB Rolf-Georg Köhler das Wahlergebnis.

Göttingens Alt-Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler zum Wahlausgang: „Es sieht gut aus. Die Frage ist, wie groß die Mehrheit am Ende ausfällt.“
Göttingens Alt-Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler zum Wahlausgang: „Es sieht gut aus. Die Frage ist, wie groß die Mehrheit am Ende ausfällt.“ © Bernd Schlegel

+++ 18.25 Uhr: Northeim – Nach Auszählung von 11 und 167 Wahlbezirken im Wahlkreis Einbeck gibt es einen Führungswechsel: Rene Kopka (SPD) liegt nun bei 34,5 Prozent und Dr. Andreas Kroll (CDU) bei 32,7 Prozent.

Grillen vor der Tüt bei der SPD in Northeim. Warten auf die 1. Hochrechnung.
Grillen vor der Tür bei der SPD in Northeim: Warten auf die erste Hochrechnung. © Axel Gödecke

+++ 18.24 Uhr: Northeim – Grillen vor der Tür bei der SPD in Northeim: Die Anwesenden warten auf die erste Hochrechnung. Draußen gibt es Würstchen, drinnen Erbsensuppe und kaltes Buffet.

Niedersachsenwahl 2022: Erste Zahlen sorgen für gute Laune bei der Wahlparty der CDU in Northeim

Verhaltener Jubel bei der SPD im SPD-Parteibüro am Northeimer Marktplatz bei der  Prognose um 18 Uhr.
Verhaltener Jubel bei der SPD im SPD-Parteibüro am Northeimer Marktplatz bei der Prognose um 18 Uhr. © Axel Gödecke

+++ 18.20 Uhr: Northeim – Die ersten Zahlen bei den Erststimmen sorgen bei der Wahlparty der CDU im Landkreis wieder für bessere Laune. Zumindest im benachbarten Wahlkreis Einbeck liegt man derzeit vorne. Jetzt wartet man gespannt auf die ersten Zahlen aus dem Wahlkreis Northeim. Jetzt wartet man gespannt auf die ersten Zahlen aus dem Wahlkreis Northeim.

+++ 18.19 Uhr: Northeim – Aus dem Wahlkreis Einbeck liegt nun ein erstes Zwischenergebnis vor. Nach Auszählung von 3 und167 Wahlbezirken führt Dr. Andreas Kroll (CDU) mit 45,9 Prozent deutlich vor Rene Kopka (SPD) 24,1 Prozent.

Cornelius Schley, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Göttingen, analysierte sofort: „Es ist klar. Es reicht für Rot-Grün.“
Cornelius Schley, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Göttingen, analysierte sofort: „Es ist klar. Es reicht für Rot-Grün.“ © Bernd Schlegel

+++ 18.16 Uhr: Göttingen – Cornelius Schley, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Göttingen: „Es ist klar, es reicht für Rot-Grün. Das ist hervorragend. Das sorgt dafür, dass die derzeit bestehende Blockade aufgelöst. Für Göttingen es auch gut, weil wir davon ausgehen können, dass für die UMG und die notwendigen Maßnahmen im Kulturbereich die notwendigen Mittel fließen.“

+++ 18.14 Uhr: Göttingen – Patrick Thegeder ist erleichtert: „Ich bin dankbar, dass wir bisher die 5 Prozent halten können. Das war nicht klar nach dem Abwärtstrend der vergangenen Wochen.“ Sein persönlicher Einzug in den Landtag stehe aktuell nicht im Vordergrund. „Dafür bräuchte ich um die 14 Prozent. Das ist unwahrscheinlich, wenn die FDP gerade nur 5 Prozent hat.“

Ich bin dankbar, dass wir bisher die 5 Prozent halten können. Das war nicht klar nach dem Abwärtstrend der vergangenen Wochen.

FDP-Landtagskandidat Patrick Thegeder aus Göttingen

Falls die FDP nicht in den Landtag einzieht, wäre das eine große Umstellung für die FDP-Politiker, die bis jetzt in Hannover saßen. „Die Kollegen bräuchten neue Stellen. Es würde sich viel verändern“, sagt Patrick Thegeder. Er lässt sich nebenbei seinen Kartoffelburger schmecken. „Das ist seit Monaten mein erster freier Tag. Den möchte ich jetzt genießen.“

Applaus brandet bei den Sozialdemokraten im Göttinger Parteihaus aus. Es ist klar: Es reicht für Rot-Grün.
Applaus brandet bei den Sozialdemokraten im Göttinger Parteihaus aus. Es ist klar: Es reicht für Rot-Grün. © Bernd Schlegel

+++ 18.08 Uhr: Göttingen – Applaus brandet bei der SPD auf: In diesem Moment ist klar, dass es vermutlich für Rot-Grün bei der Landtagswahl reicht. Die Stimmung bei den Sozialdemokraten ist gut. „Wir haben das erreicht, was wir haben wollten. Rot-Grün hat ein klares Mandat“, sagt Rasmus Fuhse (40), SPD-Mitglied aus Göttingen. „Der Wahlkampf hat sich für uns gelohnt.“ 

Allerdings ist jetzt noch unklar, ob die SPD in Göttingen aus das Direktmandat holt. „Das müssen wir jetzt abwarten“, sagt Fuhse.„Unsere Wunschkoalition ist Rot-Grün. Wir sind die stärkste Kraft im künftigen Landtag. Das Ergebnis zeigt, dass uns die Wähler vertrauen.“

+++ 18.04 Uhr: Göttingen –Wechselhafte Reaktion bei den Grünen: Es gibt verhaltene Reaktionen bei der Zahl 14 Prozent. Dafür Jubel und klatschen bei der Gewinnrechnung von 5,3 Prozent. „Das ist ein starkes Ergebnis“, sagte Marie Kollenrott und schob nach: das reicht für Rot-Grün.

+++ 18.03 Uhr: Northeim – Angesichts der bereits vorliegenden Zahlen, werden bei der CDU-Wahlparty bereits mögliche Koalitionen diskutiert. Dass es eine große Koalition geben könnte, hält man nicht für wahrscheinlich. Die offizielle Prognose sorgt angesichts des größeren Abstandes zwischen SPD und CDU (33,5/27,5) für Enttäuschung bei der Wahlparty der CDU im Wahlkreis Northeim.

Landtagswahl Niedersachsen 2022: Die Auszählung der Stimmen hat begonnen

+++ 18.00 Uhr: Northeim – Die Wahllokale haben geschlossen. Die Auszählung in Wahlkreisen Northeim und Einbeck beginnt.

+++ 17.59 Uhr: Göttingen – FDP-Vorsitzender und Landtagskandidat Patrick Thegeder verbringt den Wahlabend mit circa 10 Kollegen im Obergeschoss des Göttinger Kartoffelhauses. „Ich hätte mir gewünscht, dass es nicht so spannend sein wird“, sagt Thegeder. Die ARD-Prognosen laufen im Hintergrund. 5 Prozent für die FDP - Thegeder stöhnt, die Hoffnung bleibt: „Wenigstens steht dir 5 auf dem Bildschirm“, sagt er.

+++ 17.54 Uhr: Göttingen – Pippa Schneider und Michael Lühmann sind nun – wegen Corona nur – zugeschaltet. Marie Kollenrott ist fit und live im Apex dabei. Bumms und tripple Bumms ist möglich für die Grünen, wie diese sagten. Das heißt: ein zwei oder gar drei aus Göttingen könnten in den Landtag einziehen.

+++ 17.53 Uhr: Northeim – Angesichts der bereits vorliegenden Zahlen, werden bei der CDU-Wahlparty bereits mögliche Koalitionen diskutiert. Dass es eine große Koalition geben könnte, hält man nicht für wahrscheinlich.

+++ 17.46 Uhr: Northeim – Zwischenmeldung zum Stand der Stimmen in Northeim: Angeblich soll die SPD 31,5 Prozent der Stimmen haben, CDU 29, Grüne 14, FDP 5,5, AfD 12, Linke 4,5. Die offizielle erste Prognose gibt es aber erst um 18 Uhr.

Landtagswahl Niedersachsen 2022-erste Eindrücke des Wahlabends.
Landtagswahl Niedersachsen 2022-erste Eindrücke des Wahlabends. © Jens Döll

Landtagswahl Niedersachsen: Erste Prognosen machen bei der CDU-Wahlparty in Northeim die Runde

+++ 17.40 Uhr: Northeim – Bei der Wahlparty der CDU im Wahlkreis Northeim machen bereits Informationen über die Prognose zur Landtagswahl die Runde. Angeblich sieht es landesweit nach einem Sieg für die SPD aus.

+++ 17.37 Uhr: Dransfeld – Vielleicht liegt es am herrlichen Oktoberwetter, dass am Sonntag um 15.30 Uhr – zweieinhalb Stunden nach Öffnung des Wahllokals in der Turnhalle am Bleichanger – erst ein gutes Drittel der 660 Wahlberechtigten aus Dransfelds Altstadt ihre Stimme abgegeben hatten. Die vier Wahlhelfer, alle schon seit Jahren dabei, machten es sich bei selbstgebackenem Kuchen und mitgebrachtem Kaffee gemütlich, nutzten die Zeit, um sich zu unterhalten. Alle kannten sich vom Sehen.

Eine Bürgerpflicht sei es, ein solches Ehrenamt auszuüben, betonten die vier. Auf die Idee, es abzulehnen, war keiner von ihnen gekommen. „Ich habe allerdings gebeten, den Dienst nicht in Göttingen, sondern in meiner Heimatgemeinde ausüben zu dürfen“, sagte eine Mitarbeiterin des Landkreises. „Nach dem Sonntagsspaziergang werden sich noch einmal viele kommen“, erwarteten die Helfenden. 

Niedersachsenwahl 2022: Neuigkeiten live zur Wahl in Göttingen, Northeim, Uslar und Hann. Münden

+++ 17.16 Uhr: Göttingen – Ganz okay war die Wahlbeteiligung am Sonntagnachmittag im Wahlbezirk 113 in der Oststadt in Göttingen. In einem Klassenraum der Hölty-Grundschule hatten gegen 14.30 Uhr etwa 150 von 600 Wählern ihre Stimmen abgegeben. 200 hatten bereits vorab per Briefwahl abgestimmt.

Den Weg zum Wahllokal Hölty-Schule verbanden viele Menschen mit einem Sonntagsspaziergang bei Super-Herbstwetter. Ein besonderes Erlebnis hatte Tom Hennigs, der 22-Jährige Lehramtsstudent an der Georg-August-Universität durfte Erst- und Zweitstimme in dem Klassenraum abgeben, wo er 2006 eingeschult worden war und die ersten vier Schuljahre erleben durfte.

Eine Beschwerde erreichte die HNA-Redaktion von einer Göttingerin, die seit 28 Jahren in dem selben Wahllokal zum Wählen gegangen war – das klappte zuvor problemlos. Diesmal hatte die Wählerin aber Schwierigkeiten: Die Wahlurne stand nicht im ebenerdigen, gut zugänglichen Klassenraum im Otto-Hahn-Gymnasium (OHG), sondern in einem Container. Der stand zwar auf dem OHG-Schulgelände und war für die Wählerin schwer aufzufinden.

Ein Wahlhelfer sprang ein, fertigte eine Skizze und hängte sie an das einstige Wahllokal. „Ohne die Skizze wäre ich vermutlich wieder nach Hause gegangen“, schildert die Wählerin, die sich sehr ärgern würde, wenn andere potenzielle Wähler um unverrichteter Stimmabgabe nach Hause gegangen sein sollten, und die Wahlbeteiligung im Wahlbezirk 509 und Grone geringer ausfallen würde. Außerdem registrierte die Wählerin, die „total sauer“ war noch: Der Wahlraum im Container war nicht barrierefrei.

+++ 17.01 Uhr: Staufenberg – Wenig Andrang in Uschlag in der Grundschule, die die beiden Wahllokale des Staufenberger Ortsteil beheimatete. Bis 15 Uhr hätten gerade einmal 28,5 Prozent der Stimmberechtigten im Wahlbüro Uschlag 1 ihre Stimmen abgegeben. Das berichtete Wahlleiter Manfred Gebert. Im vergangenen Jahr, bei der Kommunalwahl seien es mehr gewesen, heißt es weiter.

Auch einen Raum weiter, im Wahlbüro Uschlag 2, ist von Schlangen vor der Wahlurne keine Spur. Dort hatten bis 15 Uhr etwa 30 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben, nach oben sei noch viel Luft. Das so wenige von ihrem Stimmrecht bis Nachmittags gebrauch machten, sei „nicht so toll“, so eine Wahlhelferin. In der Gemeinde Staufenberg gab es am Sonntag 13 Wahllokale für etwa 6300 Wahlberechtigte. Die Gemeinde gehört zum Wahlkreis 15.

+++ 16.43 Uhr: Hann. Münden – 25 Wahlbezirke gibt es in Hann. Münden, inklusive der Ortsteile. Der Bürgertreff an der Ziegelstraße in der Innenstadt ist das Wahlbüro Altstadt I im Wahlbezirk I. Von 8 bis 18 Uhr sind am Sonntag die Wahllokale für die niedersächsische Landtagswahl geöffnet gewesen. Am Nachmittag saßen dort Ulrike Braun, Sydney Rohpeter, Gisbert Klockemeyer und Dr. Birgit Nolte-Schuster. Die Wahlhelfer begrüßen die Bürger, kontrollieren die Wahlunterlagen und händigen die Wahlzettel aus. Dann gehen die Bürger in die Wahlkabine und werfen ihren Zettel in die Urne – ein Besuch im Wahllokal dauert nur wenige Minuten. 

Das ist für mich ein Dienst an der Demokratie.

Wahlhelfer Gisbert Klockemeyer

Gisbert Klockemeyer ist bereits zum 30. Mal Helfer bei einer Wahl. „Das ist für mich ein Dienst an der Demokratie“, erklärt er sein Engagement. Als Auszubildender sei er erstmals angesprochen worden und habe sich seitdem freiwillig gemeldet. Für Sydney Rohpeter ist es das erste Mal. „Meine Mutter hat mich dafür angemeldet“, erzählt er lachend. Er wolle sich ansehen, wie eine Wahl funktioniert und finde es bisher „ziemlich interessant“.

Für Ulrike Braun als städtische Angestellte ist die Aufgabe selbstverständlich, auch sie ist schon mehrmals dabei gewesen. Und Ratsfrau Dr. Birgit Nolte-Schuster ist das zweite Mal Helferin, seitdem sie in Hann. Münden wohnt. „Es ist wichtig, dass wir dieses demokratische Grundrecht haben und es auch nutzen. Wir sehen ja gerade, dass es das nicht überall und teilweise nur eingeschränkt gibt“, sagt sie. Um 15.20 Uhr sind 33 Prozent der 769 Wahlberechtigten im Wahlbüro Altstadt I gewesen, um ihre Stimmen abzugeben.

Niedersachsenwahl 2022: Wahlbeteiligung im Uslarer Land bis zum Nachmittag durchwachsen

+++ 16.31 Uhr: Uslar – Im Uslarer Land ist die Wahlbeteiligung insgesamt gesehen bis zum Nachmittag durchwachsen, heißt es im Bürgerbüro in Uslar: Bis 12 Uhr lag sie inklusive Briefwahl bei 31 Prozent. Im Ortsteil Dinkelhausen hatten bis 15 Uhr 117 Bürger von 271 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben (Hinzuzurechnen sind 39 Briefwähler. Im Wahllokal im Museum in Uslar war bis zum Nachmittag von Zurückhaltung die Rede. Insgesamt gab es keine besonderen Vorkommnisse.

Dr. Ehsan Kangarani, ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Göttingen, bei seinem Überraschungsbesuch im Groner Bürgerhaus dabei.
Leckerere Mitbringsel hatte Dr. Ehsan Kangarani, ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Göttingen, bei seinem Überraschungsbesuch im Groner Bürgerhaus dabei. Darüber freute sich Grones Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr, die einem der Wahlvorstände angehört. © Bernd Schlegel

+++ 15.59 Uhr: Göttingen – Überraschungsbesuch erhielten am Sonntag die Wahlvorstände im Groner Bürgerhaus. Dr. Ehsan Kangarani, ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Göttingen, hatte einen Korb voll mit Leckereien aus dem Neuen Rathaus mitgebracht. So gab in der Uni-Stadt hergestellte „Götter-Riegel“ sowie Äpfel. „Damit die Wahlvorstände durchhalten“, sagte Kangarani. Grones Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr, die einem der Wahlvorstände im Bürgerhaus angehört, freute sich natürlich über den besonderen Besuch und ließ sich die Mitbringsel schmecken.

+++ 12.50 Uhr: Wie die Landeswahlleitung auf Nachfrage des NDR mitteilte, haben in Niedersachsen bis 10 Uhr 7,44 Prozent der knapp 6,1 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. Briefwählende seien in dem Zwischenstand noch nicht berücksichtigt, berichtet der NDR. Bei der Wahl im Jahr 2017 seien zu diesem Zeitpunkt bereits 8,21 Prozent Stimmen abgegeben worden.

Eine Person wirft einen Stimmzettel in eine Wahlurne.
Geringe Wahlbeteiligung am Vormittag bei der Niedersachsen-Wahl. Bis 10 Uhr hatten erst 7,44 Prozent der knapp 6,1 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. (Symbolbild) © Jan Woitas/dpa

Am Ende lag die Wahl-Beteiligung bei 63,1 Prozent, nach 59,4 Prozent im Jahr 2013. Der bisher höchste Wert lag bei 84,4 Prozent im Jahr 1974, der niedrigste wurde 2008 mit 57,1 Prozent festgestellt.

Das Wahllokal 113 in Göttingen ist nett geschmückt.
Das Wahllokal 113 in Göttingen ist nett geschmückt. © Thomas Kopietz

Update vom Sonntag, 9. Oktober, 8 Uhr: Die Wahllokale für die Landtagswahl in Niedersachsen haben geöffnet. Erste Prognosen und Hochrechnungen gibt es ab 18 Uhr.

Niedersachsen-Wahl in Göttingen: Neuer Landtag wird gewählt

Göttingen – Wer macht das Rennen bei der Niedersachsen-Wahl 2022? Die Chancen für Amtsinhaber Stephan Weil (SPD) stehen gut, auch nach der Landtagswahl Ministerpräsident zu bleiben. Doch auch die CDU hat die Hoffnungen noch nicht begraben, Weil nach zehn Jahren abzulösen und mit ihrem Spitzenkandidaten Bernd Althusmann als Sieger aus der Landtagswahl hervorzugehen.

Insgesamt sind 7,9 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme bei der Landtagswahl in Niedersachsen abzugeben. Ein Teil davon wird in den Wahlkreisen Göttingen/Harz, Göttingen/Münden und Göttingen-Stadt zur Urne gebeten.

In Göttingen/Harz hat laut der letzten Umfragen SPD-Kandidat Alexander Saade die besten Chancen auf einen Direkteinzug in den Landtag. In Göttingen/Münden hofft der CDU-Politiker Gerd Hujahn auf seine Wiederwahl. Im Wahlkreis 16 (Göttingen-Stadt) tritt die amtierende Abgeordnete Dr. Gabriele Andretta (SPD) nicht wieder an. Karola Margraf hofft darauf, ihre Parteigenossin im Amt beerben zu dürfen. Ihre Konkurrentin von der CDU ist Carina Hermann.

Niedersachsen-Wahl in Göttingen: Spannendes Rennen um die Spitze

Die aktuellen Umfragen zur Wahl in Niedersachsen deuten nicht nur in Göttingen und im Süden, sondern im ganzen Bundesland auf ein spannendes Rennen bis 18 Uhr hin. SPD und CDU liegen eng beieinander. Die Grünen rangieren derzeit auf dem dritten Platz, dicht gefolgt von der AfD. Die FDP und die Linke müssen um den Einzug in den Landtag bangen.

Laut einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut INSA am 04.10.2022 durchgeführt hat, würden die Einwohner Niedersachsens derzeit wie folgt wählen:

SPD31 Prozent
CDU28 Prozent
Grüne16 Prozent
AfD11 Prozent
FDP5 Prozent
Linke4 Prozent
Sonstige5 Prozent

Zu einer anderen Prognose zur Landtagswahl kommt Infratest dimap. Laut einer Umfrage vom 22.09.2022 im Auftrag der ARD würden die Niedersachsen aktuell wie folgt wählen:

SPD32 Prozent
CDU30 Prozent
Grüne16 Prozent
AfD9 Prozent
FDP5 Prozent
Linke3 Prozent
Sonstige5 Prozent

Niedersachsen-Wahl 2022: Wann gibt es Ergebnisse in Südniedersachsen und Göttingen?

Erste Ergebnisse der Landtagswahl in Niedersachsen wird es erst nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr geben. Um diese Zeit kann man mit den ersten Prognosen rechnen. Ab ca. 18.30 Uhr dürften erste Hochrechungen zum Ergebnis vorliegen. Ein endgültiges Resultat wird erst einige Tage nach der eigentlichen Wahl erwartet.

Alle Ergebnisse der Niedersachsen-Wahl finden Sie am Wahltag in unserer interaktiven Karte zur Landtagswahl. In diesem News-Ticker versorgen wir Sie außerdem mit allen Neuigkeiten und Entwicklungen aus Göttingen, dem Harz und ganz Süd-Niedersachsen. (dil)

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