1. Startseite
  2. Niedersachsen

LNG in Niedersachsen: Pipeline zum Gasspeicher früher fertig als geplant

Erstellt:

Von: Andree Wächter

Kommentare

Die Gasspeicher können auch mit LNG befüllt werden. Dazu werden Pipelines gebaut. Dies geht in Ostfriesland schneller als geplant, sagt die EWE.

Oldenburg – In Niedersachsen kann doch noch schnell und vor dem Zeitplan gebaut werden. Jüngstes Beispiel ist die geplante LNG-Pipeline von Wilhelmshaven zu den Gasspeichern in Ostfriesland. Wie der Oldenburger Energieversorger EWE mitteilte, soll sie schon in einem Jahr fertigstellt sein.

Firmensitz EWEOldenburg
Gründung1943
CEOStefan Dohler (seit 2018)
Mitarbeiter9575 (2021)

Durch die Berücksichtigung im LNG-Beschleunigungsgesetz sei die Fertigstellung der 70 Kilometer langen Leitung bereits im Herbst nächsten Jahres inzwischen sehr realistisch, teilte das Unternehmen am Dienstag in Oldenburg mit. Bislang sollte die Leitung Ende 2023 fertiggestellt sein. Das berichtet kreiszeitung.de.

LNG kommt nach Niedersachsen: Fortschritt beim Bau der Pipeline

EWE will mit der Pipeline das geplante LNG-Importterminal in Wilhelmshaven an seine Erdgasspeicher in Nüttermoor und Jemgum im Landkreis Leer verbinden. Zurzeit baut der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) für den LNG-Import eine unterirdische Pipeline von Wilhelmshaven bis zum nächsten Anschluss an das Gas-Fernleitungssnetz in Etzel.

LNG-Terminal in Brunsbüttel geplant
EWE baut eine Pipeline, um LNG zu den Gasspeichern transportieren zu können. © Marcus Brandt/dpa

Die neue EWE-Pipeline soll künftig von dieser Leitung nördlich von Sande abzweigen und durch die drei Landkreise Friesland, Ammerland und Leer bis zu den Speichern bei Leer verlaufen. Derzeit wird in Wilhelmshaven ein LNG-Terminal errichtet, das möglichst noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden soll. Ob auch der Erdgasspeicher in Rehden ans LNG-Netz angeschlossen werden soll, ist noch unklar.

Energiekrise in Deutschland: LNG soll Erdgasnetz stärken – langfristig auch Wasserstoff

Torsten Maus, Vorsitzender der EWE Netz-Geschäftsführung sagt: „Wenn alles optimal läuft, kann sie dann im nächsten Winter eine Schlüsselrolle einnehmen für den Transport von in Wilhelmshaven anlandenden LNG-Mengen in das deutsche Erdgasnetz. Kurzfristig geht es um Versorgungssicherheit durch LNG, mittel- und langfristig aber um den Transport klimaneutraler Gase wie grüner Wasserstoff.“

Zwar ist das Projekt als Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen entstanden – es ist aber kein „Schnellschuss“, sondern hat eine langfristige Perspektive: Sämtliche Transportwege, die nun entstehen, werden so geplant und umgesetzt, dass sie sich für Wasserstoff eignen.

So gut wie in Niedersachsen läuft es nicht überall. In Mecklenburg-Vorpommern soll am 1. Dezember das erste LNG-Terminal in Betrieb gehen. Aktuell sieht es nicht so aus, ob der Termin gehalten werden kann. Der Grund: fehlende Unterlagen für die Genehmigung. Das schwimmende LNG-Terminal in Wilhelmshaven soll bis Jahresende einsatzbereit sein.

Auch interessant

Kommentare