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Niedersachsen entlässt 46 Häftlinge frühzeitig aus Strafvollzug

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Kurz vor Weihnachten: 46 Häftlinge in Niedersachsen dürfen das Gefängnis frühzeitig verlassen.
Kurz vor Weihnachten: 46 Häftlinge in Niedersachsen dürfen das Gefängnis frühzeitig verlassen. © Boris Roessler

Kurz vor Weihnachten werden 46 Häftlinge frühzeitig aus dem Strafvollzug entlassen. Einige von ihnen wollten aber im Gefängnis bleiben.

Hannover – Vor dem Weihnachtsfest wurden in Niedersachsen insgesamt 46 Gefangene im Zuge der „Weihnachtsgnade“ vorzeitig aus dem Strafvollzug entlassen. „Zum Weihnachtsfest wollen wir einigen Gefangenen das Zusammensein mit der Familie ermöglichen“, heißt es von Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann.

Justizministerin: Dr. Kathrin Wahlmann.
Justizministerin: Dr. Kathrin Wahlmann. © Justizministerium/nh

Den 39 Männern und sieben Frauen aus zehn Justizvollzugsanstalten und der Jugendanstalt Hameln bleiben insgesamt 839 Hafttage erspart.

Niedersachsen: Weihnachts-Gnade nicht für 46 Häftlinge möglich

Ein Gnadenerweis vor Weihnachten wird in Niedersachsen seit 1999 praktiziert und ist nur unter engen Voraussetzungen möglich: Die restliche Haftzeit darf noch maximal einen Monat betragen und das Verhalten muss beanstandungsfrei gewesen sein.

Von der vorzeitigen Entlassung ausgeschlossen sind Gefangene, die wegen vorsätzlicher Tötungs- oder Sexualdelikte in Haft sind.

Manche Häftlinge bleiben trotz Weihnachts-Gnade lieber im Gefängnis

Wer möchte, kann die Gnade ablehnen, was auch in diesem Jahr wieder vorgekommen sei. „Die Betroffenen haben dann meistens keinerlei soziale Bindungen außerhalb der Gefängnismauern und teilweise auch keine Obdach“, sagt Pressesprecher Christian Lauenstein.

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