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Um seine Herde mit Waffen zu schützen: Schäfer zieht vor Gericht

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Von: Fabian Raddatz

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Für das Recht, seine Schafe mit einer Waffe vor Wolfsangriffen zu schützen, kämpft ein Landwirt vor Gericht. Zuvor wurde sein Antrag abgelehnt.

Lüneburg – Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Lüneburg, das einem Schäfer aus dem Landkreis Harburg (Niedersachsen) verbietet, seine Schafe mit einer Waffe vor Wolfsangriffen zu schützen, hat der Landwirt Berufung beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht eingelegt. Das Verwaltungsgericht der Hansestadt bestätigte den Antrag am Dienstag (13.12.2022).

Der Schäfer Wendelin Schmücker hatte argumentiert, dass er mit der Flinte sich seiner Herde nähernde Wölfe abschrecken und notfalls auch töten könne. Es ging um die Erteilung waffenrechtlicher Erlaubnisse zum Erwerb und Führen einer Flinte im Kaliber 12 sowie auf Erteilung einer Schießerlaubnis. Die Stadt Winsen (Luhe) hatte zuvor entsprechende Anträge abgelehnt, wie kreiszeitung.de berichtet.

Um seine Herde mit Waffen zu schützen: Schäfer zieht vor Gericht – Wölfe vermehren sich in Niedersachsen

Um seine Herde mit Waffen zu schützen: Schäfer zieht vor Gericht
Der Schäfer Wendelin Schmücker kämpft für das Recht, seine Herde mit Waffen vor Wölfen schützen zu können. © Philipp Schulze/dpa

Wolfsland Niedersachsen: Immer wieder kommt es hier zu Attacken durch Wölfe. So etwa in Berge, dort fand ein Züchter mindestens 70 seiner Schafe tot auf. In Schwanewede riss ein Wolf mehrere Schafe – trotz Elektrozaun. Auch bei Bremen stand eine Familie nach einer tödlichen Wolfsattacke unter Schock.

Wölfe fühlen sich in Niederachsen wohl. Eine Studie geht davon aus, dass in dem Bundesland bis zum Jahr 2030 wohl 1000 Tiere leben werden. (Mit dpa-Material)

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