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Krankenstand in Niedersachsen erreicht 2022 neuen Höchstwert

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Von: Fabian Raddatz

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In Corona-Pandemie weniger Erkrankungen wie Grippe Hamm
Schon zwei Dutzend Menschen krank: Die Grippewelle läuft an. © Maurizio Gambarini/dpa

Arbeitnehmer in Niedersachsen haben sich noch nie so oft krankgemeldet wie in diesem Jahr. Das geht aus einer Erhebung einer Krankenkasse hervor.

Hannover – Mit 5,9 Prozent im ersten Halbjahr 2022 hat der Krankenstand in Niedersachsen einen neuen Höchstwert erreicht. Das teilte die Kaufmännischen Krankenkasse KKH in Hannover mit. Die Versicherung habe dafür die Daten ihrer Kunden ausgewertet.

Im ersten Halbjahr machten die Fehltage der Beschäftigten durchschnittlich 4,8 Prozent ihrer Arbeitszeit aus, so die KKH. Ähnliche Werte hatte es bereits in den Vorjahren gegeben. Im Zeitraum Juli bis September habe es sogar eine ähnliche Quote gegeben: 6,3 Prozent. Das berichtet kreiszeitung.de.

Krankenstand in Niedersachsen erreicht Höchstwert: Anteil von Corona-Infektionen nur gering

Mit dem derzeitigen Krankenstand findet sich Niedersachsen im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld wieder. Laut der KKH geht ein Großteil der Krankschreibungen auf Erkrankungen der oberen Atemwege zurück – beispielsweise auf Halsentzündungen, grippale Infekte und Schnupfen.

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Damit stieg der Anteil solcher Atemwegserkrankungen an den Krankschreibungen im Vorjahres-Vergleich von 7,5 auf rund 18 Prozent. Wie aus der KKH-Erhebung hervorgeht, könnte dies an der Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen liegen. Der Anteil von nachgewiesenen Corona-Infektion an den Krankschreibungen sei dagegen gering. Sie machten nach Angaben der Krankenkasse lediglich 3,7 Prozent aus.

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