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Sand gegen die Fluten: Dünenverstärkung auf ist Inseln fertig

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Rechtzeitig zur Sturmflutsaison sind die Dünenverstärkung auf den Ostfriesischen Inseln fertig. Nach schweren Sturmfluten im vergangenen Winter ist der Wiederaufbau fast abgeschlossen.

Norderney/Langeoog – Rund 20 Sturmfluten haben im vergangenen Winterhalbjahr an den Ostfriesischen Inseln genagt. Um die Inseln für die nächste Sturmflutsaison abzusichern, wurde im Sommer viel Sand aufgefahren. Auf Norderney haben die Küstenschützer aber noch etwas zu tun.

Nach den teils schweren Sandverlusten auf den Ostfriesischen Inseln infolge der rund 20 Sturmfluten im vergangenen Winter ist der Wiederaufbau fast abgeschlossen. Die Schutzdüne an der Kugelbake auf Norderney etwa ist soweit verstärkt, dass die Sturmflutsicherheit im Winter wiederhergestellt sei, teilte der zuständige Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf Anfrage mit.

Rechtzeitig zur Sturmflutsaison: Dünenverstärkung auf Ostfriesischen Inseln fertig

Nach schweren Sandverlusten auf den Ostfriesischen Inseln infolge der Sturmfluten im vergangenen Winter ist der Wiederaufbau fast abgeschlossen.
Nach schweren Sandverlusten auf den Ostfriesischen Inseln infolge der Sturmfluten im vergangenen Winter ist der Wiederaufbau fast abgeschlossen. © Volker Bartels/dpa

Auf Langeoog ist das Sanddepot vor der Schutzdüne des sogenannten Pirolatals mittlerweile fertig aufgespült. Auf Wangerooge sind die Arbeiten an den Nord-Ost-Dünen bereits seit Mai abgeschlossen. Insgesamt wurden laut der Behörde in diesem Jahr auch mit Sondermitteln rund 15 Millionen Euro für den Schutz der Nordseeinseln investiert - so viel wie zuvor veranschlagt.

Rund 10 Millionen Euro kosteten allein die drei Verstärkungen der Schutzdünen. Durch die höheren Wasserstände und den Wellengang bei den Sturmfluten war es auf den Inseln an den Schutzdünen zu Abbrüchen gekommen. Die Schutzdünen sichern ähnlich wie Deiche auf dem Festland das Innere der Inseln und damit die Siedlungen vor Überflutungen.

Sanddepots als Verschleißkörper vor den Schutzdünen aufgebaut

Auf Langeoog und Wangerooge wurden große Sanddepots, die als Verschleißkörper vor den Schutzdünen aufgebaut worden waren, durch Sturmfluten abgetragen. Auf Norderney nagte die Nordsee an einem Abschnitt sogar so an den Schutzdünen, dass sich bis zu 20 Meter tiefe Abbruchkanten bildeten.

Für die Baumaßnahmen stand nur ein schmales Zeitfenster vom späten Frühling bis zu diesem Herbst an, da nun die nächste Sturmflutsaison beginnt. Ein Überblick, was in den vergangenen Monaten passierte:

Zwei Fähren sind in einem Nordsee-Hafen zusammengestoßen, dabei wurden fünf Fahrgäste verletzt. Die Inseln Borkum, Juist und Norderney fürchten durch die geplante Erdgasförderung in der Nordsee schwere Folgen für Naturschutzgebiete.

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