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Navi-Ansage zu wörtlich genommen: ICE rast in Auto auf den Gleisen

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Von: Luisa Weckesser

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Deutsche Bahn
Das Logo der Deutschen Bahn ist auf der Front eines ICE zu sehen. © Bernd Thissen/dpa/Symbolbild

Eine Autofahrerin verlässt sich auf ihr Navi und fährt auf die Bahnschienen links neben der Straße. Als sie bemerkt, dass sie feststeckt, ist es zu spät.

Vechelde – Ein ICE ist in Vechelde (Landkreis Peine) mit einem auf dem Gleis stehenden Auto zusammengeprallt. Eine Autofahrerin habe am Samstag (27.03.2022) die Anweisungen ihres Navigationsgerätes etwas zu wörtlich genommen, sei zu früh nach links abgebogen und stand so plötzlich mit ihrem Wagen auf den Schienen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag (27.03.2022).

Als sie bemerkte, dass sie dort feststeckte, stieg sie aus und suchte nach Hilfe. Doch nur wenig später erfasste ein heranfahrender ICE aus der Richtung Braunschweig mit einer Geschwindigkeit von rund 160 Stundenkilometern das Auto. Der Lokführer hatte in der Dunkelheit kaum Zeit zum Reagieren.

ICE prallt auf Auto bei Vechelde: Fahrzeug und Zug verkeilen sich

Durch den Aufprall verkeilte sich das Auto unter der Lok. Die 320 Fahrgäste blieben nach Angaben der Bundespolizei unverletzt. Sie konnten am Samstagabend (26.03.2022) in einen anderen Zug umsteigen und weiterfahren. Der Zugführer erlitt einen leichten Schock. Für die Bergung des Wracks musste die Lok angehoben werden.

Erst nach fast zehn Stunden waren die Arbeiten abgeschlossen. Auf der Bahnstrecke zwischen Braunschweig und Hildesheim kam es deshalb zu Verspätungen. Die Bundespolizei schätzt den Schaden auf rund 750.000 Euro. (luw/dpa)

Erst kürzlich kam es durch das Orkantief „Zeynep“ zu Chaos und Verwüstung. Die Züge der Deutschen Bahn wurden bei den Stürmen stark getroffen.

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