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Trotz Herbstwelle: Niedersachsen verschärft Corona-Regeln vorerst nicht

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Von: Peter Mlodoch

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Lockere Corona-Regeln in Niedersachsen: In Bussen und Bahnen des Regionalverkehrs reicht bald auch ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz.

Hannover – Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen müssen trotz steigender Infektionszahlen vorerst nicht mit strengeren Corona-Regeln rechnen. Ganz im Gegenteil: Es soll sogar eine Lockerung geben.

Ab dem 1. Oktober 2022 muss man in Bussen und Bahnen des Regionalverkehrs keine FFP-2-Maske mehr tragen; es reicht dann ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz. „Das machen alle anderen Bundesländer auch so“, begründete Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Dienstag (20.09.2022) diesen vom rot-schwarzen Kabinett abgesegneten Schritt.

Corona in Niedersachsen: Keine strengeren Regeln trotz steigender Infektionszahlen

FFP2-Maske liegt auf dem Boden einer Fußgängerzone.
Die Infektionszahlen in Niedersachsen steigen. Trotzdem sieht die Landesregierung aktuell keinen Grund zu strengeren Regeln. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Kein Mensch würde verstehen, wenn in den grenzüberschreitenden Verkehrsverbünden etwa mit Bremen und Hamburg unterschiedliche Vorschriften gelten würden. In den Fernverkehrszügen gilt bis auf Weiteres allerdings weiter eine FFP-2-Pflicht.

Wer also mit dem Regionalexpress von Northeim nach Göttingen fährt und dort in einen ICE umsteigt, muss dabei möglicherweise auch seine Maske wechseln. Das sei aber zuzumuten, meinte Ressortchefin Behrens; jeder Reisenden oder jedem Pendler stehe schließlich frei, über die ganze Strecke eine FFP-2-Maske zu tragen. Die Ministerin appellierte an die Menschen, diese dann aber auch richtig, nämlich über die Nase gezogen zu tragen.

Wir haben derzeit keine Veranlassung, die bisherigen Vorgaben zu verschärfen.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)

„Wir haben derzeit keine Veranlassung, die bisherigen Vorgaben zu verschärfen“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) im Gespräch mit unserer Zeitung. „Die Krankenhauszahlen, ob Hospitalisierungsrate oder Intensivbettenbelegung, befinden sich auf einem niedrigen Niveau.“

Corona in Niedersachsen: Aktuell kein Grund zu Verschärfung der Regeln

Zwar seien die Infektionszahlen wesentlich höher als vor einem Jahr, meinte der Regierungschef. „Das muss wegen der damit verbundenen Grundimmunisierung aber gar nicht so schlecht sein mit Blick auf die kalte Jahreszeit. Dazu gibt uns die hohe Impfquote von 80 Prozent eine gewisse Sicherheit.“

Daniela Behrens (SPD) Niedersächsische Gesundheitsministerin
Daniela Behrens (SPD), Niedersächsische Gesundheitsministerin. © Michael Matthey/dpa

Allerdings müsse man zusehen, dass die Gesellschaft weiter funktionieren könne, warnte Weil. „Sollten zu viele Menschen erkranken, etwa im Gesundheitsbereich, bei der Polizei, im ÖPNV oder in anderen wichtigen Bereichen, müssen wir reagieren.“

„Wir haben derzeit keine Veranlassung, die bisherigen Vorgaben zu verschärfen“, macht Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) deutlich. „Die Krankenhauszahlen, ob Hospitalisierungsrate oder Intensivbettenbelegung, befinden sich auf einem niedrigen Niveau. (ymp)

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Behrens sprach im Juli 2022 von einer Impfkampagne im Herbst. Auch im Sommer blieb die Corona-Isolationspflicht in Niedersachsen einschließlich August 2022 bestehen.

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