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Gute Nachricht: Wenigstens Weihnachtsbäume werden nicht teurer

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Von: Melanie Zimmermann

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Eine gute Nachricht für Freunde von Tradition und Weihnachtsdeko: Weihnachtsbäume werden in diesem Winter nicht teurer. Doch nächstes Jahr?

Moisburg – Gute Nachrichten in der Vorweihnachtszeit: Entgegen dem aktuellen Trend der steigenden Preise in nahezu allen Bereichen, bleibt eine Sparte in diesem Jahr stabil: Weihnachtsbäume sollen zum diesjährigen Weihnachtsfest auf dem Preisniveau aus 2021 bleiben. Für das kommende Jahr könnte sich das dann allerdings ebenfalls ändern – die Erzeuger stehen vor schwierigen Zeiten.

Die einen mögen ihn groß und schlank, die anderen eher klein und ausladend, mal bunt und vollbehangen, mal dezent, aber zumindest fast immer mit Lichtern. Die Rede ist vom Weihnachtsbaum. Für dieses Jahr rechnen die Christbaumerzeuger mit stabilen Preisen auf dem Markt.

Niedersachsen: Weihnachtsbäume werden im Winter 2022 nicht teurer

Kaum ein Weihnachtsfest ohne Tannenbaum: In diesem Jahr müssen Kunden für den Nadelbaum nicht tiefer in die Tasche greifen. Die Preise bleiben stabil.
Kaum ein Weihnachtsfest ohne Tannenbaum: In diesem Jahr müssen Kunden für den Nadelbaum nicht tiefer in die Tasche greifen. Die Preise bleiben stabil. (Symbolbild) © Frank Molter/dpa

Zwischen 20 und 27 Euro pro laufender Meter für die Nordmanntanne werden Kunden in diesem Jahr wieder zahlen, so Benjamin Schneebecke, Erster Vorsitzender des Verbandes natürlicher Weihnachtsbaum mit Sitz in Moisburg im Landkreis Harburg in Niedersachsen.

„Die höheren Preise müssen sicherlich in den Metropolen wie Hamburg oder München gezahlt werden, die günstigeren auf dem Land“, sagt Schneebecke. Damit seien die Preise auf dem Niveau des Vorjahres. Deutliche Preiserhöhungen seien ihm nicht bekannt.

Für die kommenden Jahre sei allerdings mit einem Anstieg der Preise zu rechnen. Viele Erzeuger dürften in der Zukunft aufhören. „Es wird immer schwieriger, Mitarbeiter zu finden“, erläutert Schneebecke. Viele jüngere Unternehmer seien dadurch abgeschreckt und würden den Betrieb der Eltern nicht übernehmen wollen.

Preisanstieg von Christbäumen ab 2023 erwartet

Jedes Jahr werden etwa 27 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft bei einem Umsatz zwischen 500 und 550 Millionen Euro. Rund 90 Prozent der Bäume stammen von land- und forstwirtschaftlichen Familienbetrieben, erklärte Schneebecke.

Deutschland ist der größte Weihnachtsbaumproduzent in Europa.

Benjamin Schneebecke

Rund zehn Prozent der Weihnachtsbäume würden exportiert: „Deutschland ist der größte Weihnachtsbaumproduzent in Europa.“ Für viele Betriebe lohne sich das Geschäft nicht mehr, sagt auch Bernd Oelkers, der Landesvorsitzende des Verbandes der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Niedersachsen, Hamburg und Bremen.

Ein eine Tanne mit Weihnachtsschmuck.
Festlicher Anblick: Ein Weihnachtsbaum aus Hann. Münden stand in Berlin. © Symbolbild: Friso Gentsch/dpa

Einerseits gebe es einen Generationenwechsel; die jüngere Generation wolle sich nicht mit diesem komplizierten Geschäft auseinandersetzen. Bis zu 15 Jahre im Voraus müsse ein Weihnachtsbaumerzeuger investieren. In der Regel wachsen die Bäume neun bis zehn Jahre, bis sie geschlagen und verkauft werden. Aber auch Oelkers verweist auf die Schwierigkeit, Mitarbeiter zu finden. „Das ist ein Riesenthema geworden.“

Weihnachtsbäume: Trockene Jahre führen zu geringerem Angebot

Ein weiteres Problem in der Weihnachtsbaum-Branche: Die vergangenen trockenen Jahre führen in drei bis vier Jahren zu einem geringeren Angebot an heimischen Weihnachtsbäumen, prophezeit Schneebecke.

In den vergangenen Jahren seien einige der noch jungen Bäume vertrocknet. Die älteren Bäume hingegen seien unempfindlicher gegen Trockenphasen. „Die großen Bäume sind wesentlich weniger anfällig gegen diese Problematik.“ (mzi/dpa)

Verwandte Themen: Interview mit Landesforst-Präsident Klaus Merker zum Borkenkäferbefall. Während die Schäden in den niedersächsischen Forstbetrieben zunehmen, nimmt die Zahl der Waldarbeiter ab.

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