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Aus für Silvesterparty: Zoll findet tausende Zigaretten, literweise Alkohol und kiloweise Böller

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Von: Raphael Digiacomo

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Schmuggelware für Silvesterparty: Zollbeamte kontrollieren auf der A2 einen verdächtigen Lkw. Sie staunen nicht schlecht, was sie zwischen den Lebensmitteln finden.

Braunschweig – Beamte der Kontrolleinheit Verkehrswege Göttingen des Hauptzollamtes Braunschweig in Niedersachsen haben am Donnerstagabend (17.11.2022) ihr investigatives Gespür unter Beweis gestellt. Bei Kontrollen auf der A2 haben die Zöllner 44 unerlaubte Feuerwerksbatterien, 80 Stangen unversteuerte Tabakwaren sowie 44 Flaschen unversteuerter Alkohol sichergestellt.

Im Rahmen einer Kontrolle fragten die Beamten einen Lkw-Fahrer, ob er auf seiner Route von Polen nach Deutschland Waren mit sich bringt, die der Verbrauchsteuer unterliegen oder sogar verboten sind. Dabei gab dieser an, lediglich eine Stange Zigaretten und ein paar Flaschen Wodka mit sich zuführen. Dass diese Aussage nicht ganz der Wahrheit entsprach, stellte sich jedoch wenig später heraus.

Illegaler Schmuggel: Zoll findet tausende Zigaretten, Liter an Alkohol und kiloweise Böller in Lkw auf der A2

Illegale Schmuggelware gefunden: 15.542  Zigaretten, 25,5 Liter Alkohol und 12,69 Kilo Böller.
Zollbeamte haben bei einer Kontrolle auf der A2 in einem Lkw große Mengen an illegaler Schmuggelware gefunden: 15.542 Zigaretten, 25,5 Liter Alkohol und 12,69 Kilo Böller. © Hauptzollamt Braunschweig

Auf der Ladefläche des LKW, versteckt zwischen und unter den transportierten Lebensmitteln, entdeckten die Zöllner 78 Stangen Zigaretten und zwei Stangen Tabaksticks ohne deutsche Steuerzeichen, 44 Flaschen polnischen Wodka und 44 Feuerwerksbatterien. Insgesamt wurden somit 15.542 Stück Zigaretten, 400 Stück Sticks, 25,5 Liter Alkohol und 12,69 kg Feuerwerkskörper festgestellt.

Über die notwendige Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz verfügte der Fahrer nicht. Gegen den Fahrer wurden noch vor Ort Steuerstrafverfahren eingeleitet. Die Beamte erstellten Steuerbescheide in Höhe von fast 3.000 Euro und stellten die Tabakwaren und die Feuerwerkskörper sicher.

Polizei und Zoll warnen vor gefährlichem Feuerwerk

Um einen sicheren Abtransport zu gewährleisten, wurde hierzu die Amtshilfe der Feuerwehr Wendeburg in Anspruch genommen. Nach Leistung einer vierstelligen Sicherheit in Höhe der zu erwartenden Geldstrafen, wurde dem Beschuldigten die Weiterfahrt gestattet.

Finger weg von nicht erlaubtem Feuerwerk!

Nadine Battmer, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Braunschweig

Nadine Battmer, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Braunschweig, rät: „Wer sich selbst und andere nicht gefährden will und darüber hinaus keine unangenehmen strafrechtlichen Konsequenzen tragen will - für den gilt: Finger weg von nicht erlaubtem Feuerwerk!“ (rdg)

Verwandte Themen: Zollbeamte finden bei einer Routinekontrolle auf der A2 bei Braunschweig einen Hundewelpen im Auto eines Schmugglers. Ganze 12 Millionen Zigaretten haben Beamte vom Zoll aus Frankfurt und Kassel in eine Lagerhalle in Göttingen gefunden. Mission Umweltschutz: Der Zoll überwacht die Ein- und Ausfuhr von Waren – auch von vom Aussterben bedrohten Pflanzen und Tieren.

Gefährliches Feuerwerk

Feuerwerkskörper werden im Sprengstoffgesetz nach ihrer Gefährlichkeit in Kategorien von F1 bis F4 eingeteilt. Feuerwerkskörper bis zur Kategorie F2 dürfen grundsätzlich von Personen mit einem Alter von über 18 Jahren nach Deutschland verbracht werden. Davon ausgenommen sind jedoch bestimmte Feuerwerkskörper.

Dabei handelt es sich um Knallkörper und Knallkörperbatterien mit Blitzknallsatz, Raketen mit mehr als 20 Gramm Nettoexplosivstoffmasse, Schwärmer und pyrotechnische Gegenstände mit Pfeifsatz als Einzelgegenstand. Diese Gegenstände und Gegenstände der höheren Kategorien dürfen nur mit einer Erlaubnis der zuständigen Überwachungsbehörden nach Deutschland verbracht werden.

Auch die Einfuhr von nicht konformitätsbewertetem und nicht mit dem CE Kennzeichen versehenem Feuerwerk ist nach dem Sprengstoffgesetz verboten und strafbar .Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Zolls.

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