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Pläne für Niedersachsen: Bald keine Maske mehr in Bus und Bahn

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Von: Marvin Hinrichsen

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Die Maskenpflicht für den Nahverkehr soll voraussichtlich ab Februar fallen. Symbolbild: Julian Rettig/dpa
Die Maskenpflicht für den Nahverkehr soll voraussichtlich ab Februar fallen. (Symbolbild) © Julian Rettig/dpa

Bald soll in Niedersachsen die OP-Maskenpflicht im Nahverkehr entfallen. Auch mit der Corona-Isolationspflicht soll es bald vorbei sein.

Hannover – Wer sich mit dem Coronavirus ansteckt, muss sich in Niedersachsen in wenigen Wochen nicht mehr verpflichtend isolieren. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hat das Ende der Corona-Isolationspflicht angekündigt. Die entsprechende Verordnung läuft am 31. Januar aus und wird nicht verlängert, wie die Ministerin am Donnerstag in Hannover sagte. Einige Bundesländer hatten diese Pflicht bereits aufgehoben.

Die Isolationspflicht wurde in Niedersachsen zuvor etliche Male verlängert. Wer eine Corona-Infektion hat, muss sich für fünf Tage in häusliche Isolation begeben. Damit steuert Niedersachsen weiter Richtung Normalität in der Pandemie.

Noch kein konkretes Datum

Ein konkretes Datum für das Ende der Maskenpflicht im Nahverkehr gibt es noch nicht. Behrens betonte, es sei geplant, mit den Nachbarländern Hamburg und Bremen einheitlich vorzugehen. Mehrere Bundesländer hatten die Maskenpflicht bereits aufgehoben – etwa Bayern, Schleswig-Holstein sowie Mecklenburg-Vorpommern. Wer in Niedersachsen Bus oder Bahn im Nahverkehr fährt, muss zunächst weiterhin eine OP-Maske tragen.

Ein Ende der Isolationspflicht ab dem 1. Februar plant auch Bremen. Dennoch gibt es weiterhin Gefahren. So zeigt eine Erhebung des Bremer Gesundheitsamtes eine hohe Dunkelziffer für Coronaerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Die Erhebung war Teil der Überwachung des Pandemieverlaufs durch das Bremer Gesundheitsamt und wurde in Kooperation mit dem Landesverband der Kinder– und Jugendärzte in der Hansestadt initiiert. Daran beteiligten sich zehn der 29 Bremer Kindersatzpraxen. Zwischen September 2020 und Mai 2021 ließen sich dort 746 zufällig ausgewählte Kinder und Jugendliche auf Corona testen. Die Befunde erhielt das Gesundheitsamt in anonymisierter Form.

Viele Kinder waren ohne Symptome

Ein großer Teil, 43,8 Prozent der positiv getesteten Kinder, sei symptomfrei gewesen, heißt es in der Mitteilung. Außerdem habe sich unter anderem gezeigt, dass in Kinderarztpraxen mit strukturell benachteiligten Stadtteilen die Infektionsrate deutlich höher gewesen ist.  (Marvin Hinrichsen, mit lni/epd)

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