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Wegen Energiekrise: Sauna-Betreiber in Niedersachsen müssen sparen

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Von: Bjarne Kommnick

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Die Sauna-Betreiber in Niedersachsen und Bremen müssen drastisch Energie einsparen. Auch alternative Energiequellen spielen dabei in der Krise eine Rolle.

Hannover – Die Energiekrise 2022 macht vielen Branchen zu schaffen. Auch Sauna-Betreiber in Niedersachsen und Bremen stehen deshalb vor schweren Herausforderungen und müssen Energie sparen. Das berichtet kreiszeitung.de.

Land:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Hauptstadt:Hannover
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)

Für Gäste sei es deshalb mittlerweile deutlich schwerer geworden, eine offene Sauna-Kabine zu finden. Gekürzte Öffnungszeiten, auch komplette Schließungen – keine leichten Zeiten für Schwitzstuben in der Energiekrise in Deutschland.

Niedersachsen und Bremen schließen in der Energiekrise mehrere Saunaräume auf unbestimmte Zeit

Neben gekürzten Öffnungszeiten und Schließungen würden zudem viele Betreiber in der Energiekrise in Bremen und in Niedersachen auch auf erhöhte Eintrittspreise setzen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Alleine in Hannover seien derzeit vier Saunen auf unbestimmte Zeit geschlossen, um Energie zu sparen, zitiert die dpa einen Sprecher der Stadt Hannover.

Ähnlich ist es in Bremen: Das städtische Unternehmen Bremer Bäder betreibt in vier Schwimmbädern Saunen, die aufgrund eines Senatsbeschlusses ebenfalls bis auf Weiteres nicht geöffnet werden, wie eine Sprecherin erklärt hatte. Die Energiekrise 2022 und ihre Folgen lassen grüßen. Wegen eben jener Energiekrise drohen derzeit sogar viele Krankenhäuser pleite zu gehen.

Energiekrise 2022: Stadtwerke Osnabrück macht zwei von neun Saunen dicht

Auch die Stadtwerke Osnabrück haben aufgrund der Energiekrise aktuell zwei von neun Saunagarten unter der Woche außer Betrieb genommen, um Energie sparen zu können. Wie hoch die Energiekosten im Vergleich zum Vorjahr sind, könnten die Stadtwerke in Osnabrück noch nicht einschätzen: „Wir rechnen allerdings mit einer spürbaren Mehrbelastung“, so ein Sprecher der Stadt gegenüber der dpa. Deutlich wird aber auch hier: Um die Folgen der Energkrise ist nicht herumzukommen.

Saunas in Niedersachsen und Bremen.
Sauna-Betreiber setzen müssen auf drastische Maßnahmen setzen, um in der Energiekrise zu sparen. © dpa/Christin Klose

Deshalb sei auch eine Preiserhöhung im kommenden Jahr durchaus denkbar. Der Vorteil sei jedoch, dass die Saunen in Osnabrück noch recht neu seien und deshalb auch einen energieeffizienten Standard hätten. Eine Verbesserung der Energiebilanz von Saunen sei demnach kaum möglich.

Stadt Braunschweig rechnet wegen Energiekrise mit deutlicher Kostensteigerung: Höhere Eintrittsgelder für Saunen unvermeidbar

Die Stadt Braunschweig rechnet als Konsequenz aus der Energiekrise 2022 ebenfalls mit einer deutlichen Kostensteigerung – auch wenn sich das Ganze bisher nicht auf die Eintrittsgelder ausgewirkt habe. In der kommenden Zeit sei dies jedoch wohl nicht zu verhindern. Eine von neun Saunen des Stadtbads Braunschweig, die mit Erdgas und Strom betrieben werden, wurde bereits im Sommer außer Betrieb genommen.

Braunschweig und Wolfsburg prüfen wegen Energiekrise alternative Energien für Saunen

In Braunschweig seien die Saunabereiche zwar ebenfalls recht neu und energieeffizient, weshalb auch vorerst trotz Energiekrise keine Sanierungen geplant seien, heißt es laut dpa, jedoch gebe es bereits Ideen und Pläne, bestehende Energieträger durch beispielsweise Fotovoltaikanlagen zu ersetzen. „Dadurch würde auch ein deutlicher Schritt hin zu einem ökologischeren Betrieb einiger Saunen vollzogen werden“, sagte eimn Sprecher gegenüber der dpa.

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Die Stadt Wolfsburg plant, um Energie zu sparen, den Betrieb der Saunen des Schwefelbad Fallersleben ab 15. November 2022 auszusetzen. Dort wurden wegen der Energiekrise bereits die Öffnungszeiten zuvor im Laufe des Jahres auf zwei Tage verkürzt. Noch laufende Verträge mit Energieversorgern führten dazu, dass die Energiekosten noch eingeschränkt blieben. Für 2023 sei dennoch bereits eine moderate Eintrittspreiserhöhung geplant.

Das Badeland Wolfsburg, ein von Dritten betriebenes städtisches Bad, würde zudem alternative Energieträger für das Badeland und die benachbarte Eishalle prüfen. In Frage würden Geothermie, Erdwärme und die Installation von Solaranlagen.

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