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Über 70 Tiere tot: Mutmaßlicher Wolfsangriff auf Schafe in Berge

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Zu einem Wolfsangriff auf eine Schafsherde soll es in Berge im Landkreis Osnabrück gekommen sein. Der Schäfer soll nach eigenen Angaben mindestens 70 Tiere verloren haben. Ein Video zeigt das Ausmaß des Angriffs.

Berge – Es könnte einer der schlimmsten Wolfsangriffe sein, die Niedersachsen bis jetzt gesehen hat. Eine Schafherde in Berge im Landkreis Osnabrück ist mutmaßlich von Wölfen angegriffen worden. Dabei sollen 70 Tiere gestorben sein, darunter auch ungeborene Lämmer. Das berichtete kreiszeitung.de.

Wolf: Über 70 Tiere tot, viele schwer verletzt – Mutmaßlicher Angriff auf Schafe in Berge

Wie der Schäfer Kai Mithöfer gegenüber dem NDR erzählte, habe er die zahlreichen Schafskadaver gefunden. „Das war unfassbar, was ich da gesehen habe, so etwas habe ich noch nicht mitgemacht“, so Mithöfe über den mutmaßlichen Wolfsangriff auf Schafe in Berge. Auch einige schwer verletzte, aber noch lebende Tiere sollen unter ihnen gewesen sein. Nach der Einschätzung des zuständigen Wolfsberaters soll es sich um einen Wolfsangriff gehandelt haben – das Ergebnis der DNA-Analyse stehe allerdings noch aus. Sollte die Wolfsattacke bestätigt werden, wäre es eine der größten in Niedersachsen.

Eine Menge gerissener Schafe liegen auf einem Haufen.
Zu einem Wolfsangriff auf eine Schafherde soll es in Berge (Landkreis Osnabrück) gekommen sein. Der Schäfer beklagt laut eigenen Angaben über 70 tote Tiere. © Guido Holtheide

Schafe bei Wolfsangriff zusammengedrängt: Tiere totgetrampelt und gerissen

Bereits in der Vergangenheit sei eine Herde von Mithöfer bereits angegriffen worden. Dabei sollen aber nur ein bis zwei Tiere gerissen worden sein. Dieser Angriff sei nicht vergleichbar: 250 hochtragende Mutterschafe seien in Panik geraten. Sie hätten sich an einem Schutzzaun zusammengedrängt. In der Folge seien einige Tiere von ihren Artgenossen totgetrampelt worden, andere wurden gerissen. In den Tagen nach der Wolfsattacke seien 18 Lämmer tot geboren worden, so Mithöfer. Sieben Lämmer würden derweil vermisst werden.

Wolfsangriff in Berge: DNA-Ergebnisse sollen zeigen, welcher Wolf verantwortlich ist

Immer wieder sei es in der Vergangenheit in dieser Region zu Angriffen auf Weidetiere gekommen. Infolgedessen wurde im Februar 2021 ein Wolf in der Region erlegt. Deshalb will das Umweltministerium die Situation vor Ort beobachten. Sollte ein Antrag auf eine Wolfsentnahme eingeben, werde dieser genau geprüft. Zuerst warte man aber auf die DNA-Ergebnisse. Diese zeigen, welcher Wolf aus welchem Rudel für den Schaden verantwortlich sei.

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