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Mit Knall zur Kohle: Dreimal mehr gesprengte Geldautomaten in Niedersachsen

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Von: Raphael Digiacomo

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Ein gesprengter Geldautomat hinter einer Polizeiabsperrung.
Die Zahl der gesprengten Geldautomaten in Niedersachsen hat sich im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. (Symbolbild) © Matthias Balk/dpa

Täter sprengen 2022 vermehrt Geldautomaten, um Beute zu machen. Gründe der zunehmenden Sprengungen seien laut LKA auch Pandemie, Jahreszeit und Wetter.

Hannover – Die Zahl der Geldautomaten-Sprengungen hat sich in Niedersachsen im ersten Quartal 2022 im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2021 verdreifacht. Wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte, gab es zwischen dem 1. Januar und 31. März 2022 insgesamt 24 Sprengungen, im Vergleichszeitraum 2021 waren es nur 8 Sprengungen gewesen.

Wegen der coronabedingten Reisebeschränkungen im vergangenen Jahr seien die Zahlen aber nur bedingt vergleichbar, sagte ein LKA-Sprecher. Auch in den Jahren vor der Pandemie habe es immer wieder temporäre Steigerungen der Fallzahlen gegeben. Mögliche Gründe dafür seien die Jahreszeit, das Wetter sowie Ferienzeiträume.

Anzahl der gesprengten Geldautomaten in Niedersachsen hat sich 2022 verdreifacht

Das Landeskriminalamt geht nicht davon aus, dass die Fallzahlen auf so hohem Niveau wie in den ersten drei Monaten dieses Jahres bleiben. 2019 und 2020 habe es zu Jahresbeginn ebenfalls besonders viele Geldautomaten-Sprengungen gegeben.

Auch wenn es den Tätern teilweise nicht gelingt, Bargeld zu erbeuten, wird durch die Explosionen stets großer Schaden angerichtet. Immer öfter setzen die Kriminellen Festsprengstoff bei ihren Beutezügen ein. (rdg/dpa)

Immer wieder sprengen unbekannte Täter Geldautomaten in der Region, um Bargeld zu erbeuten. So auch im Landkreis Göttingen, wo Unbekannte Ende 2021 einen Geldautomaten sprengten und mit dem erbeuteten Geld flüchteten. Auch im Landkreis Holzminden jagten unbekannte Täter im März 2022 einen Geldautomaten in die Luft und ergriffen die Flucht.

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