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Kein Licht in „Yukon Bay“: Zoos im Norden wollen Energie sparen

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Von: Raphael Digiacomo

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Heizen, Beleuchten oder Wasser filtern – Zoos verbrauchen viel Energie. Reichen bisherige Sparmaßnahmen? Was bedeuten steigende Preise für Tierparks?

Hannover – Die Zoos in Niedersachsen und Nordwesten sparen bereits Energie, erwägen angesichts der andauernden Krise aber weitergehende Maßnahmen. „Wir können jedoch nicht so viel einsparen, dass wir die Kosten auffangen könnten“, betonte Nicole Tönjesk, Sprecherin des Zoos am Meer in Bremerhaven.

Das Energiesparen sei dort schon seit langer Zeit ein Thema. Ein Hauptproblem ist aber: Die Wasseraufbereitungsanlage zum Filtern der Becken als größter Stromverbraucher sei schon optimal eingestellt, sagte Tönjesk. Generell werde keine Sparmaßnahme eingeführt, unter der Tiere leiden müssten.

Zoos in Niedersachsen und Nordwesten erwägen weitere Energiesparmaßnahmen

Reduzierter Energieverbrauch im Erlebnis-Zoo Hannover
Ein Wasserbecken mit Wellenanlage liegt im Bereich «Yukon Bay» im Erlebnis-Zoo. Die Zoos im Nordwesten sparen bereits Energie, erwägen angesichts der andauernden Krise aber weitergehende Maßnahmen. © Moritz Frankenberg

Auch im Erlebnis-Zoo Hannover gilt es, Energie zu sparen: „Wir rechnen für nächstes Jahr mit Mehrausgaben von 300.000 bis 400.000 Euro“, sagt Sprecherin Simone Hagenmeyer. Daher bleibe derzeit die Außenbeleuchtung aus, die automatische Beschattung der Gebäude sei zudem ausgeschaltet worden.

Wir rechnen für nächstes Jahr mit Mehrausgaben von 300.000 bis 400.000 Euro

Simone Hagenmeyer vom Erlebnis-Zoo Hannover

Die Wasseraufbereitungsanlage konnte gedrosselt werden und verbraucht nun weniger Strom. Dasselbe gelte für die Heizungen – die Temperaturen seien reduziert worden. Nun wird im Hannover-Zoo überlegt, das warme Wasser in den Toiletten abzudrehen.

Energiekrise stellt Zoos und Tierparks vor wirtschaftliche Probleme

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„Glücklicherweise haben wir einen festen Stromtarif bis Ende des Jahres, rechnen aber Ende Januar mit einer deutlichen Kostensteigerung“, sagte eine Sprecherin. Ein Energiemanager sei damit beschäftigt, mögliche Einsparpotenziale auszuloten. (dpa/rdg)

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