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Nach Zugunglück bei Gifhorn: Bahn will Strecke wieder freigeben

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Mehrere Bahnstrecken sind seit dem Zugunglück bei Gifhorn seit Mitte November gesperrt. Nun soll eine davon wieder freigegeben werden.

Leiferde/Braunschweig – Nach dem Unfall mit zwei Güterzügen auf einer wichtigen Bahnstrecke bei Leiferde (Niedersachsen) will die Deutsche Bahn AG mit Nachdruck die Strecke wieder funktionsfähig bekommen.

Nach wie vor sei das Ziel, die Strecke bis Sonntag (11.12.2022) wieder freizugeben, sagte ein Sprecher der Bahn AG in Hamburg. Mit den Gleisbauarbeiten sei bereits begonnen worden. Bereits ab dem 11. Dezember – und damit fünf Tage früher als geplant – sollen die Züge nach derzeitiger Planung wieder fahren.

Nach Zugunglück bei Gifhorn: Bahn-Strecken nach Unfall noch länger gesperrt

Mitarbeiter der Deutschen Bahn verlegen neue Schienen an der Unfallstelle bei Leiferde.
Mitarbeiter der Deutschen Bahn verlegen neue Schienen an der Unfallstelle bei Leiferde. © Philipp Schulze/dpa

Unterdessen teilte die Privatbahngesellschaft Enno in Uelzen mit, dass wegen des Unfalls bei Leiferde auch die Strecke zwischen Wolfsburg und Braunschweig länger gesperrt bleiben muss als zunächst geplant.

Statt wie geplant am 11. Dezember werde die Strecke zwischen Braunschweig und Wolfsburg erst am 16. Dezember wieder freigegeben, hieß es. Grund seien Verzögerungen im Bauablauf, da Fachkräfte von der „Weddeler Schleife“ für Reparaturarbeiten an dem vom Zugunglück bei Leiferde betroffenen Streckenabschnitt abgezogen werden mussten.

Lokführer bei Bahn-Unfall nahe Leiferde leicht verletzt

Dies habe Auswirkungen auf die von Enno betriebenen Linien RE30 und RE50. Auch bei der Linie RE 30 Hannover-Gifhorn-Wolfsburg gibt es in den nächsten Tagen Einschränkungen. Kundinnen und Kunden sollten sich über die elektronische Fahrplanauskunft im Internet oder über eine App über den aktuellen Stand informieren.

Am 17. November war ein Zug, der aus 25 propangasgefüllten Kesselwaggons bestand, im Landkreis Gifhorn auf einen anderen Zug aufgefahren, der an einem Signal hielt. Vier Waggons kippten um, ein Lokführer wurde leicht verletzt. Einsatzkräfte der Feuerwehr brauchten Tage, um das Gas aus den Waggons abzupumpen und mit einer speziellen Vorrichtung abzufackeln. (dpa)

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