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Schießerei mit Maschinenpistole: Tobt in Hamburg der Drogenkrieg?

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Von: Elias Bartl

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Der Audi wurde durch die Schüsse völlig durchlöchert.
Der Audi wurde durch die Schüsse völlig durchlöchert. © HamburgNews

Bei einem Angriff auf einen SUV wurden in der Nacht zwei Männer verletzt. Auf einer Kreuzung in Tonndorf wurde das Auto mit einer automatischen Waffe beschossen.

Hamburg – Der teure Audi ist von Schüssen vollkommen durchlöchert, die Fahrer zum Teil schwer verletzt und die Täter auf der Flucht. In Hamburg-Tonndorf wurde in der Nacht auf einen Audi SUV geschossen. Mit einer Automatikwaffe prasste ein regelrechter Kugelhagel auf das Auto ein. Mindestens 10 Schüsse sollen dabei laut Aussage eines Reporters vor Ort den Fahrer getroffen haben, berichtet 24hamburg.de.

Schießerei in Hamburg-Tonndorf: Mordkommission ermittelt

Der 26-jährige Fahrer wurde, so wie auch das Auto, regelrecht von Kugeln durchlöchert. Er musste noch in der Nacht notoperiert werden, sein Zustand sei weiterhin kritisch. Der Beifahrer kam deutlich glimpflicher davon. Der 30-Jährige erlitt einen Streifschuss und konnte schon am Morgen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Er rief, noch bevor die Rettungskräfte eintrafen, ein Taxi zum Tatort und versuchte so zwei Taschen verschwinden zu lassen. Darin sollen sich nach Informationen von 24hamburg.de ebenfalls scharfe Schusswaffen befunden haben. Polizisten stoppten das Taxi und konnten die Taschen sicherstellen.

Bei den Opfern handelt es sich für die Polizei um keine Unbekannten. Beide seien bereits einschlägig bekannt und werden dem organisierten Drogenmilieu zugeordnet. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt, gehe man davon aus, dass sich Täter und Opfer kennen. Wer schoss und wie viele Menschen in den Vorfall involviert waren, blieb nach Angaben der Feuerwehr und Polizei zunächst unklar. Die Täter seien weiterhin auf der Flucht, erklärte ein Sprecher der Polizei Hamburg am Morgen. Noch in der Nacht rückten die Spezialisten der Mordkommission aus und übernahmen die Ermittlungen.

27-jähriger in Shishabar hingerichtet: Tobt in Hamburg ein Drogenkrieg?

Die schwere Bewaffnung der Täter und auch der Opfer ist erschreckend und erinnert mit Blick auf die Beteiligten an einen Drogenkrieg. Ohne Rücksicht auf Unbeteiligte wird inmitten eines Hamburger Wohngebietes mit automatischen Waffen geschossen. Erst im Juli 2022 wurde ein 27-Jähriger von einem Killerkommando vor den Augen dutzender unbeteiligter in einer Shishabar hingerichtet. Die Spur führte auch damals in das organisierte Drogenmilieu.

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