1000 Fälle ohne Vorratsdaten nicht aufgeklärt

Hannover. Weil das Bundesverfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung für unzulässig erklärt hat, konnten in Niedersachsen seit Juli 2010 fast 1000 Straftaten nicht aufgeklärt werden. Diese Zahl geht aus einer Erhebung des Landeskriminalamtes Niedersachsen hervor, das die Vorratsdatenspeicherung für unverzichtbar hält.

Nach eigenen Angaben zählte das Amt seit Mitte 2010 rund 1200 Ermittlungsverfahren, in denen es gern auf Verbindungsdaten zugegriffen hätte. In 560 Fällen seien die Daten bereits gelöscht worden. In 640 Fällen hätten die Behörden von vornherein auf die Anfragen verzichtet.

In 200 Fällen, so das Landeskriminalamt, sei es um schwere Straftaten wie Kinderpornografie (45 Fälle), Raub-und Erpressung (21) sowie schweren Betrug (69) gegangen. (p)

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