1158 Festnahmen in Kuba im "Papstmonat"

Die kubanischen Behörden haben im März, dem Monat des Papstbesuches, mehr als 1100 Oppositionelle vorübergehend festgenommen.

Wie die oppositionelle Menschenrechtsorganisation (CCDHRN) am Dienstag weiter mitteilte, war dies die höchste Zahl in einem einzigen Monat seit 50 Jahren. Mehr als die Hälfte der Festnahmen sei vor dem und während des Besuches von Papst Benedikt XVI. erfolgt.

Nach Angaben von Elizardo Sánchez, dem Chef der CCDHRN, wurde José Daniel Ferrer, am 2. April verhaftet. Er gehörte zu den 75 Oppositionellen, die 2003 zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt wurden und bis 2010 nach Vermittlung der katholischen Kirche freikamen beziehungsweise ins Asyl nach Spanien abgeschoben wurden.

Die kubanische Regierung akzeptiert keine andere Partei als die Kommunistische, die das Land seit über einem halben Jahrhundert alleine regiert. Versuche, andere Parteien zu gründen, betrachtet sie als illegal. Oppositionelle und Regimekritiker behandelt sie wie gemeine Kriminelle und betrachtet sie als Handlanger in Diensten der USA, die Kuba destabilisieren wollten.

dpa

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