12 000 neue Einwohner: Wanderungsplus erreicht wieder fünfstelligen Bereich

12.000 neue Einwohner: Niedersachsen wächst wieder

Hannover. Niedersachsen gewinnt wieder mehr Einwohner durch Zuwanderer. Im Jahr 2010 zogen rund 12.000 Menschen mehr in das Bundesland als es bei Umzügen verließen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Landesamtes für Statistik hervor.

Nach einem kräftigen Einbruch beim Zuwanderungsgewinn Mitte der 2000er-Jahre lag das Plus damit im Jahr 2010 erstmals wieder im fünfstelligen Bereich: 190 586 Menschen zogen nach Niedersachsen, 178 619 zogen fort, somit blieb ein Plus von 11 967 Einwohnern. Im Jahr 2005 lag das Plus bei nur 2700 Menschen. Der positive Effekt der jüngsten Wanderungsbewegungen gleicht nach Angaben des Landesamtes allerdings nicht den allgemeinen Einwohnerverlust durch die sinkende Geburtenrate aus.

Auch profitieren nicht alle Landesteile gleichermaßen von der Zuwanderung. Während die Region Hannover und der Nordwesten an Einwohnern gewinnen, wandern in Südniedersachsen mehr Menschen ab als zuziehen.

• Kreis Göttingen: Im Jahr 2010 verlor der Kreis bei Wanderungsbewegungen knapp 400 Einwohner. Rund 19 250 Menschen zogen in den Kreis Göttingen, aber über 19 600 Menschen zogen fort. Davon wechselten rund 8800 Menschen das Bundesland, rund 3000 verließen Deutschland.

• Kreis Northeim: Der Kreis Northeim hat in der Region den höchsten Wanderungsverlust. Er verlor durch Wegzug im Jahr 2010 rund 600 Einwohner. Rund 5700 Menschen zogen in den Kreis, 6264 dagegen verließen ihn. Von diesen gingen rund 1800 in ein anders Bundesland, 342 verließen Deutschland ganz.

• Kreis Osterode: Minus 221 Menschen beträgt das Wanderungssaldo im Kreis Osterode; rund 3300 Menschen zogen zu, rund 3500 gingen fort. Davon gingen 1052 Menschen in ein anderes Bundesland, 158 Osteroder wanderten aus Deutschland aus.

• Stadt Göttingen: Die Stadt verlor rund 400 Einwohner durch Wanderungsbewegungen. Rund 10 200 Menschen zogen zu, aber 10 555 zogen fort. Die Einwohnerstruktur der Universitätsstadt zeigt sich auch darin, dass von den Wegzüglern rund 2500 Deutschland ganz verließen. Darunter dürften zahlreiche Hochschulabsolventen sein, die in ihre Heimat zurückkehren oder im Ausland einen Job antraten.

Den nach Northeim zweithöchsten Wanderungsverlust in der Region verzeichnet der Kreis Helmstedt: Dort verließen knapp 600 Menschen mehr das Gebiet als zuzogen.

Gewinner der Wanderungsbewegungen in Niedersachsen sind die Region Hannover (plus 3800 Menschen), die Region Lüneburg (plus 3600 Menschen) und die Weser-Ems-Region (plus 6160 Menschen). Die VW-Stadt Wolfsburg verzeichnete ein Plus von 600 Einwohnern durch Zuwanderung. Im südlichen Niedersachsen zählt zudem die Stadt Langenhagen bei Hannover zu den Gewinnern: Dort zogen 685 Menschen mehr zu als fort.

Von Tatjana Coerschulte

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