Museum im wiederaufgebauten Schloss Herrenhausen soll Touristen anlocken

So soll es aussehen: Das Museum im Schloss Herrenhausen, das gerade wiederaufgebaut wird, in einer Computersimulation. Fotos: dpa

Hannover. Das Museum im wiederaufgebauten Schloss Herrenhausen soll von 2013 an mindestens 200.000 Besucher jährlich anlocken. 70 Prozent der Touristen, die Hannovers berühmte Barockgärten besichtigen, kommen nach Angaben von Kulturdezernentin Marlis Drevermann von außerhalb.

"Wir gehen davon aus, dass sie in Zukunft das Gesamt-Ensemble besuchen werden“, sagte Drevermann bei der Vorstellung des Ausstellungskonzepts. „Schlösser und Gärten – Die Geschichte Herrenhausens“ wird von Ostern 2013 an in den Seitenflügeln und einem unterirdischen Verbindungsgang zu sehen sein.

Etwa 500 Exponate – darunter Gemälde, Handschriften sowie Alltagsgegenstände – veranschaulichen dann auf 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche das Leben am Hofe. Eine wichtige Rolle spielt das Lebenswerk von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716). Das Universalgenie wirkte am Welfenhof. Das Historische Museum Hannover steuert unter anderem eine Leibniz-Büste, einen von dem Gelehrten erfundenen Schrittzähler sowie Handschriften bei.

Die Kosten für den Bau und die Einrichtung des Museums liegen Drevermann zufolge bei 3,7 Millionen Euro. Eine Million Euro gab das Land, der Verband Niedersachsen Metall finanzierte zusätzlich 1,25 Millionen Euro für den Verbindungsgang. Die Volkswagenstiftung baut das Schloss bis Ende des Jahres wieder auf. Hinter der rekonstruierten historischen Fassade entsteht ein modernes Tagungszentrum.

Royals aus Hannover

Im Jahr 2014 wird der Westflügel für einen Teil der Landesausstellung „Als die Royals aus Hannover kamen“ geräumt. Von 2015 an wird dieser Trakt dann ständig Leibniz’ bahnbrechenden Ideen gewidmet sein. Der Philosoph und Mathematiker entwickelte zum Beispiel das Binärsystem – die Darstellung aller Zahlen mit Hilfe der Ziffern 0 und 1, ohne das es heute keine Computer gäbe. (lni)

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