37.000 Erstsemester starten an Niedersachsens Hochschulen

Hannover. 37.000 neue Studenten beginnen in diesen Tagen ihre Ausbildung an einer niedersächsischen Hochschule. Zum Start des neuen Studienjahres sind insgesamt rund 160.000 Studenten in Niedersachsen eingeschrieben

Das teilte das Wissenschaftsministerium in Hannover nach vorläufigen Angaben der Fachhochschulen und Universitäten mit. Wie schon im vergangenen Jahr, als der doppelte Abiturjahrgang an die Hochschulen kam, liegt die Zahl der Erstsemester-Studenten auf Rekordniveau. Land und Hochschulen stellen deshalb insgesamt 10 700 zusätzliche Studienplätze bereit.

Auch wenn es vermehrt Senioren an die Universitäten lockt, zumeist um als Gasthörer nach Ende des Berufslebens privat noch etwas dazu zu lernen, sind die meisten Studenten junge Leute. 55 Prozent der Studenten sind höchstens 24 Jahre alt, neun von zehn Studenten sind nicht älter als 31 Jahre alt. Nur 74 reguläre Studenten sind älter als 65 Jahre, 33 sind jünger als 18.

Damit die Hochschulausbildung möglichst gut auf die Erfordernisse der Berufswelt eingeht, sind auch in diesem Jahr wieder neue Studiengänge im Angebot. Die Jade-Hochschule Wilhelmshaven, Oldenburg, Elsfleth etwa bietet eine berufsintegrierte Versicherungs,- Bank- und Finanzausbildung und einen deutsch-französischen Tourismusstudiengang an. An der Leuphana Universität Lüneburg ist erstmals ein Studium Individuale möglich. Wie zur Gründungszeit der Universitäten können Studenten Vorlesungen unterschiedlicher Fächer kombinieren, um eine umfassende Allgemeinbildung zu erhalten.

Wegen des Ansturms junger Leute stecken Land und Bund zusätzliches Geld in die Hochschulen. Alleine für die zusätzlichen 10 700 Studienplätze werden in diesem Jahr 51 Millionen Euro investiert. Bis 2015 sollen für dann insgesamt mehr 38 800 zusätzliche Studienplätze 750 Millionen Euro fließen. Aber auch die Studenten selber leisten einen Beitrag: Die umstrittenen Studiengebühren spülten 2011 rund 106 Millionen Euro in die Kassen der Hochschulen, gut die Hälfte davon wurde für zusätzliches Lehrpersonal ausgegeben. (dpa)

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