Abschnitt Schwalmstadt–Stadtallendorf freigeben

A 49: Posch erteilt Baurecht für Teilstück - Finanzierung offen

Schwalmstadt. Der Bau der Autobahn A 49 wird ein weiteres Stück vorangetrieben. Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) unterzeichnete am Mittwoch den Planfeststellungsbeschluss für den vorletzten Abschnitt zwischen Schwalmstadt und Stadtallendorf und schuf damit Baurecht.

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Damit besteht für diese 13 Kilometer lange und 130 Millionen Euro teure Strecke Baurecht. Ob dagegen geklagt wird, ist bisher unklar.

Die Autobahn soll einmal die Zentren Kassel und Gießen verbinden und bis zur A 5 bei Gemünden reichen.

Generell ist bei der A 49 die Finanzierung aber noch immer nicht gänzlich geklärt. Der Bund hat in seinem Investitionsplan bis 2015 bisher 204,2 Millionen Euro für den ersten Abschnitt zwischen Neuental und Schwalmstadt zur Verfügung gestellt. Dort sind die Bauarbeiten damit gesichert.

Fotos: Ausbau der A49: Die Autobahn im Wandel der Zeit

Ausbau der A49: Die Autobahn im Wandel der Zeit

Kurzclip: Renate Spanknebel über die A49

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Im Hessischen Verkehrsministerium geht man davon aus, dass es ab 2016 weiteres Geld aus Berlin für die weiteren Streckenabschnitte geben wird. Warum, so heißt es, sollte der Bund 200 Millionen Euro für einen Abschnitt geben und dann die weiteren nicht bezahlen? Wie zu hören ist, gibt es aber auch Überlegungen, ob Autobahnbauten nicht auch privat finanziert werden könnten.

Der insgesamt 43 Kilometer lange Neubau der A49 zwischen Neuental und dem Anschluss an die A 5 Richtung Frankfurt ist in drei Teilstrecken untergliedert. Im Einzelnen sieht es zurzeit so aus:

Neuental - Schwalmstadt:

Hier fand der erste Spatenstich am 15. März 2011 statt. Es wird also gebaut. Ein kleines Brückenbauwerk steht schon, es laufen Auschreibungen für eine Umgehung von Schwalmstadt und den Tunnel Frankenhain, der alleine 45 Millionen Euro kostet. Mit dem Bau des Tunnels soll im Herbst 2012 begonnen werden. Insgesamt wird die Teilstrecke voraussichtlich rund 200 Millionen Euro kosten.

Es gab ursprünglich Klagen vom Naturschutzbund Nabu und von einer Privatperson, die aber zurückgezogen wurden.

Befürchtungen, dass sich mit einem Autobahnende in Schwalmstadt Blechlawinen über Treysa den Weg Richtung Südwesten suchen werden, versuchte der Minister zu zerstreuen. „Es ist nicht gewünscht, dass der Verkehr in Schwalmstadt aufhört, betonte Posch. Es sei das gewünschte Interesse von Land und Bund, die A 49 als eine der wichtigen Nord-Süd-Achsen zügig fertigzustellen.

Schwalmstadt - Stadtallendorf:

Hier wird durch die Unterschrift von Posch Baurecht geschaffen. Dagegen sind dann Klagen möglich. Bauexperten erwarten aber keine ökologischen Probleme. Der Abschnitt ist 13 Kilometer lang und wird 130 Millionen Euro kosten.

Stadtallendorf - Gemünden

Hier soll das Baurecht im Laufe des nächsten Jahres geschaffen werden. Der Abschnitt ist 17 Kilometer lang und soll rund 220 Millionen Euro kosten.

Von Frank Thonicke und Sylke Grede

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