Abbott-Bemerkung über Aborigines empört Australier

+
Eine Abbott-Bemerkung zum Lebensstil der Aborigines hat in Australien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Foto: Lukas Coch/Archiv

Sydney (dpa) - Mit einer Bemerkung zum Lebensstil der Ureinwohner hat Australiens Regierungschef Tony Abbott einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Abbott äußerte sich zu Plänen, rund 12 000 Aborigines aus entlegenen Gebieten in Westaustralien umzusiedeln.

"Wir können ihnen nicht endlos ihren gewünschten Lebensstil finanzieren", sagte Abbott. Das Argument, die Ureinwohner lebten dort, wo sie seit Jahrtausenden zu Hause seien, ließ er nicht gelten. "Wenn Sie oder ich beschließen würden, an einem entlegenen Ort zu leben, inwieweit müsste der Steuerzahler dann dafür aufkommen, dort Dienstleistungen bereitzustellen?", fragte Abbott.

Vertreter der Ureinwohner verlangten eine Entschuldigung. Die Stammesangehörigen lebten auf dem Land ihrer Vorfahren, das kulturelle Bedeutung habe, sagte Warren Mundine dem Sender ABC. Er berät Abbott in Ureinwohner-Angelegenheiten.

Die Ureinwohner gehören zu den ärmsten und am schlechtesten ausgebildeten Gesellschaftsgruppen in Australien. In ihren abgelegenen Dörfern gibt es wenig Schulen und nur eine schlechte Gesundheitsversorgung. Sie machen etwa 2,4 Prozent der 23 Millionen Australier aus.

Abbott verteidigt sich auf 9 News

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.