Abbrecherquote: Gelassenheit im Ministerium

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Die Wehrpflicht in Deutschland ist abgeschafft.

Berlin - Das Verteidigungsministerium zeigt sich angesichts der Abbrecherzahlen beim freiwilligen Wehrdienst gelassen. Die Abbrecherquote der Rekruten sei "vertretbar und erwartbar".

Die Zahl derjenigen, die einen Monat nach dem Start des neuen Dienstes bereits wieder ausgeschieden seien, sei “vertretbar und erwartbar“, sagte Ministeriumssprecher Stefan Paris am Montag in Berlin. Es scheine keinen großen Unterschied zu der Zeit zu geben, als es noch die Wehrpflicht gab. Paris lehnte es aber ab, selbst Zahlen zu nennen. Bisher gebe es keine belastbaren Daten, sondern lediglich einzelne Rückmeldungen von der Truppe. Eine erste Bilanz werde Anfang Oktober gezogen.

Die “Bild“-Zeitung (Montagausgabe) hatte berichtet, dass von den 3.419 freiwillig Wehrdienstleistenden, die am 1. Juli ihren Dienst angetreten haben, 440 schon wieder ausgeschieden seien.

Wehrpflicht und Zivildienst

Wehrpflicht und Zivildienst

Derweil hält das Familienministerium daran fest, den neuen Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) parallel bestehen zu lassen. Das Nebeneinander der beiden Angebote sei “sinnvoll“ und sorge für “Pluralität“, sagte Ministeriumssprecherin Charlotte Cary von Buttlar am Montag in Berlin. Für die Teilnehmer gebe es zudem keine spürbaren Unterschiede, “da die Konditionen identisch sind“.

Von Buttlar verwies darauf, dass es mit den Ländern Gespräche über einen gemeinsamen Dienst gegeben habe. Die Länder, die das FSJ koordinieren, hätten jedoch keine Zuständigkeiten abgeben wollen.

Am Wochenende hatte der “Spiegel“ gemeldet, es werde darüber nachgedacht, FSJ und den Bundesfreiwilligendienst mittelfristig zu verschmelzen. Das gehe aus einem internen Vermerk über eine Gesprächsrunde zwischen dem Staatssekretär im Familienministerium, Josef Hecken, und Vertretern der Trägerverbände hervor.

dapd

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