EU legt Regionalflughafen lahm

"Abgestürzte Flughäfen": Ein Kommentar von Detlef Drewes

Bei vielen Fluggästen sind sie beliebt: die kleinen regionalen Flughäfen, an denen man kostenlos parken und bis nahe an das Terminal heranfahren darf. Und von denen aus man trotzdem in die Ferien fliegen kann. Doch nun dreht die EU den Geldhahn zu. Ein Kommentar von Detlef Drewes.

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 Doch die Landeplätze waren häufig ohne millionenschwere Zuschüsse für Bau und laufenden Betrieb nicht zu halten. Brüssel hat sich viel Zeit gelassen, seine Beihilfe-Regelungen sogar noch einmal überarbeitet, weil man wusste, dass Airports auch einen Beitrag zur Wirtschaftskraft einer Region darstellen können.

Aber eben nicht alle. Das Urteil über Zweibrücken ist ein Beispiel für andere: Zwei unrentable Flughäfen, nur einen Steinwurf voneinander entfernt, passen nicht zu den Grundsätzen der öffentlichen Förderpolitik, auf die sich die EU-Mitgliedstaaten verständigt haben. Dass es hier und da Landesregierungen waren, die Prestige-Objekte am Leben hielten, steht für den Wettbewerbskommissar fest.

Das mag aus privaten Geldern möglich sein, aber Steuergelder dürfen dafür nicht eingesetzt werden. Das Urteil tut vor Ort weh. Generell aber wird es wenig geben, was man gegen diesen Grundsatz einwenden kann.

E-Mail an den Autor: nachrichten@hna.de

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