Abi-Panne: Kultusministerium muss keine Namen nennen

Kassel/Wiesbaden. Nach einer Panne beim Mathe-Abitur vor drei Jahren muss das hessische Kultusministerium nicht den Namen des Verantwortlichen für die Fehler veröffentlichen.

Die „Bild“-Zeitung und die Axel Springer AG wollten per Gericht den Namen desjenigen erfahren, der die fehlerhaften Aufgaben an die Schulen geschickt hatte.

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Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel hob am Donnerstag eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden auf. Dort war das Land im Mai 2011 verurteilt worden, die „letztverantwortliche“ Person für die Freigabe der Aufgaben zu benennen. Die Zeitung berief sich auf das Pressegesetz und das öffentliche Interesse, das Kultusministerium dagegen auf das Persönlichkeitsrecht des Mitarbeiters.

Beim schriftlichen Abitur 2009 hatten die Mathematik-Prüfungsaufgaben Fehler enthalten, unter anderem ein fehlendes Minuszeichen und ein fehlender Verweis auf eine Variable. Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) hatte daraufhin einen Entschuldigungsbrief an die betroffenen Schüler und Lehrer geschickt und einen freiwilligen Nachschreibtermin anberaumt. (dpa)

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