Kommentar zum Wegfall der Roaming-Gebühren: Abschaffung war überfällig

Fast zehn Jahre hat der Kampf gegen die Roaminggebühren gedauert. 2017 fallen die Aufschläge für Telefonate, Kurznachrichten und Internet-Surfen weg. Dazu ein Kommentar von Detlef Drewes.

Als die frühere Brüsseler Kommissarin für Telekommunikation, Neelie Kroes, einmal nach den Roaming-Gebühren gefragt wurde, antwortete sie: „Man muss bezahlen, um angerufen zu werden. Wo gibt es denn sowas?“ Sie hatte Recht. Auch wenn die Mobilfunkkonzerne immer wieder auf entstehende Kosten für das Vermitteln von Anrufen, SMS oder Daten mit ihren ausländischen Partnern hinwiesen, war nicht zu verstehen, dass diese Union zwar einen grenzüberschreitenden Binnenmarkt errichtet hat, aber beim Telefonieren Grenzen wie vor 25 Jahren bestehen. Zumal die Unternehmen immer häufiger den Mobilfunk zwischen Mutter und Tochter im eigenen Konzern abwickelten.

In zwei Jahren fallen endlich die lästigen Aufschläge. Das Beharren der EU-Institutionen hat für Entlastung der Verbraucher gesorgt. Was bisher schon an Auslandspaketen und Sonder-Kontingenten angeboten wird, ist ein Ergebnis des Drucks aus Brüssel. Europa bürgernah – die Roaming-Gebühren sind ein Beispiel dafür.

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