Vier Tage vor Referendum

Ägypten: Verletzte nach Schießerei

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Die Lage n Ägypten ist extrem angespannt.

Kairo - Vier Tage vor dem geplanten Verfassungsreferendum in Ägypten ist die Lage extrem angespannt. Laut Augenzeugen wurden Brandsätze auf das Lager der Opposition geworfen.

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo wachsen vor den für Dienstag angekündigten Massenprotesten von Regierungsanhängern und Opposition die Spannungen. In der Nacht seien auf ein Lager der Opposition auf dem Tahrir-Platz Brandsätze geworfen worden, berichteten laut einer Meldung des Senders BBC Augenzeugen. Bei einer Schießerei sind außerdem neun Menschen verletzt worden. Staatliche Medien berichteten, nach einem Streit zwischen Demonstranten und Straßenhändlern seien Schüsse gefallen.

Größere Auseinandersetzungen sind am Dienstag zu befürchten, wenn es der Armee nicht gelingt, die beiden Seiten auseinanderzuhalten.

Gewalt in Ägypten eskaliert

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Streitpunkt ist ein Verfassungsentwurf, der weitgehend von den Islamisten ausgearbeitet wurde und über den am 15. Dezember abgestimmt werden soll. Die Opposition lehnt den Entwurf für die neue Verfassung ab, hat aber bisher nicht zu einem Boykott des Referendums oder einer Ablehnung des Entwurfs an den Wahlurnen aufgerufen. Darüber werde aber noch diskutiert, sagte ein Sprecher der Nationalen Heilsfront, der oppositionellen Dachorganisation von Friedensnobelpreisträger Mohammed ElBaradei.

Mit Blick auf die Abstimmung wurden den Streitkräften weitere Rechte eingeräumt. So können Soldaten durch einen am Montag in Kraft getretenen Erlass von Präsident Mohammed Mursi auch Zivilisten festnehmen. Bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses des Verfassungsreferendums seien die Streitkräfte in Kooperation mit der Polizei dafür zuständig, wichtige staatliche Institutionen zu schützen und die Sicherheit zu gewährleisten, hieß es in dem Dekret.

dapd

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