Kassen bedrängen Versicherte

Kommentar: Noch nicht auf Augenhöhe mit Ärzten und Kassen

Zunehmend suchen - oft verzweifelte Krankenversicherte - laut Patientenberatern Hilfe, weil ihre Kasse sie wieder zur Arbeit zwingt oder Leistungen nicht zahlen will. Dazu ein Kommentar von HNA-Politikredakteur Wolfgang Riek:

"Wenn die Unabhängige Patientenberatung aus 75 000 Gesprächen eines Jahres in 4900 Fällen den Verdacht auf Leistungsverweigerung von Krankenkassen schöpft, ist das noch kein statistischer Beweis für grundlegende Systemmängel. 

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Ein frühes Signal dafür, dass viele Patienten auf dem Weg durch unser Gesundheitssystem auf Hindernisse und Widerstände stoßen, ist die Zahl allemal. Noch häufiger, in über 7300 Fällen, fühlten Ratsuchende sich irgendwo zwischen Kasse und Arzt lückenhaft, widersprüchlich oder falsch informiert. 

Dies zeigt: Das seit Februar gültige Patientenrechtegesetz bündelt zwar erstmals Dinge wie Behandlungsvertrag, Informations- und Aufklärungspflicht sowie Akteneinsicht. Dass Patienten mit diesem Gesetz unterm Arm ihrem Arzt und ihrer Kasse auf Augenhöhe gegenübertreten können, wird aber vielfach ein frommer Wunsch der Politik bleiben. Mündiger Patient? 

Wer krank ist, sich von Anrufen seines Fallmanagers unter Druck fühlt, sich von überraschenden Mehrkosten überfahren sieht - dem hilft bedrucktes Papier nicht wirklich. Gut, dass hier eine unabhängige Patientenberatung Wege durch ein komplexes System weist." wrk@hna.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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