SPD übertrumpft

AfD fühlt sich von Umfragewerten beflügelt: „Nächstes Ziel ist CDU“

+
Bernd Baumann (r.), Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD zusammen mit Alexander Gauland, AfD-Parteivorsitzender.

Am Dienstag startet das Mitgliedervotum der SPD für die GroKo, da war die letzte Hiobsbotschaft noch nicht verdaut: Laut einer Umfrage hat die AfD erstmals die SPD in der Wählergunst überholt. Nun wollen die Alternativen noch höher hinaus. 

Berlin/Hannover - Die AfD fühlt sich durch den Absturz der SPD in den Wählerumfragen in ihrem Rechtskurs bestätigt. Die SPD habe jetzt die Quittung dafür erhalten, dass sie einen Teil ihrer früheren Anhängerschaft mit seinen „Überfremdungsängsten“ alleingelassen und teilweise sogar beschimpft habe, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, am Dienstag in Berlin. Nachdem die AfD die SPD in den Umfragen überrundet habe, stehe für seine Partei nun fest: „Unser nächstes Ziel ist jetzt die CDU“. 

Lesen Sie auch: SPD startet Mitgliedervotum: Sogar ein Hund dürfte über die GroKo abstimmen

Baumann: CDU rückt weiter nach links 

Die AfD hat diese Woche einer Umfrage zufolge erstmals die SPD in der Wählergunst übertrumpft. Laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der „Bild“ verbesserte sich die rechtspopulistische Partei um einen Punkt auf 16 Prozent, während die Sozialdemokraten einen Punkt verloren und nun bei 15,5 Prozent stehen. Die CDU lag in der Umfrage bei 32 Prozent.

Baumann sagte, die Nominierung von Annegret Kramp-Karrenbauer als CDU-Generalsekretärin sei Beleg für einen erneuten „Linksruck“ ihrer Partei. Ihre Benennung war in der CDU positiv aufgenommen worden, auch von einigen Kritikern von CDU-Chefin Angela Merkel.

SPD-Vize Schäfer-Gümbel: „Die Lage ist ernst“

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat sich besorgt über den Zustand seiner Partei gezeigt. "Die Lage ist ernst", sagte Schäfer-Gümbel am Dienstag dem SWR. Die Partei habe "ein großes Paket" und "viel Arbeit" vor sich. Die Erneuerung der SPD sei in den vergangenen Wochen leider liegen geblieben, sagte er mit Blick auf das Personalchaos der Sozialdemokraten.

Trotzdem sehe er eine Zukunft für seine Partei, sagte Schäfer-Gümbel weiter. "Wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen, wenn wir unsere Inhalte schärfen und wenn wir die Personaldebatten liegen lassen, dann sind wir, glaube ich, auf einem guten Weg."

Lesen Sie auch: Soll die CDU nach rechts rücken? So stehen die Deutschen dazu

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.