Luckes Gegnerin bittet in Lokal am Auestadion

AfD: Nun lädt Petry nach Kassel

Frauke Petry

Kassel/Berlin. Jetzt kommt die AfD plötzlich doch wieder nach Kassel: Den Termin zum Bundesparteitag der rechtskonservativen Euroskeptiker am Wochenende in Kassel hatte Bernd Lucke Anfang Juni abgesagt.

Auf der Internetseite der AfD blieb das Datum irgendwie stehen. Und gilt nun auch wieder: Luckes parteiinterne Gegnerin und Co-Sprecherin Frauke Petry hat kurzfristig ihrerseits für Samstag nach Kassel gebeten, in ein Lokal am Auestadion.

Laut Einladung an die Landesverbände soll dort der Parteikonvent beraten, ein Kreis aus 50 Köpfen. Das Handelsblatt zitiert Petry mit den Worten, es gehe um Verteilung von Wahlkampfgeldern und Rechtssicherheit für den auf 4./5. Juli verschobenen Parteitag. Tatsächlich solle in Kassel versucht werden, „den Parteitag zu verhindern oder zumindest Einfluss auf den Ablauf zu gewinnen“, meldet das Blatt unter Berufung auf Parteikreise weiter.

Im Machtkampf um die AfD-Führung scheint sich Lucke vom Juli-Parteitag, der für alle AfD-Mitglieder offen sein soll, Zulauf und Unterstützung. Mehr jedenfalls, als wenn nur Delegierte der Länder angereist wären, wie beim abgesagten Kasseler Treffen.

Ob Luckes Kalkulation aufgeht, ist fraglich. Denn dass er im Mai mit der Gründung eines Vereins versucht hat, die Rechtsnationalen aus der Partei zu drängen, ist auch bei einigen seiner Anhänger nicht gut angekommen.

Die Berliner Parteizentrale war zunächst nicht zu erreichen. Am Nachmittag hieß es auf Anfrage zu Petrys überraschender Einladung, „die Ereignisse überstürzen sich grade“. Man plane, sich am Montag zu den Vorgängen zu äußern. Das wäre dann nach Petrys Kasseler Konvent.

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