Neuer Anlauf

AfD nominiert vierten Kandidaten als Bundestags-Vize - drei andere sind schon gescheitert

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Alternative für Deutschland: Jetzt versucht sie es mit dem vierten Kandidaten beim Amt des Bundestags-Vizepräsidenten.

Gleich drei Kandidaten hat die AfD-Fraktion schon zur Wahl als Bundestags-Vizepräsident gestellt. Und alle drei waren gescheitert. Jetzt macht die AfD Anlauf Nummer vier.

Anfang Juni war der letzte AfD-Kandidat für den Posten des Bundestagsvizepräsidenten, Gerold Otten, im dritten Anlauf gescheitert. Im Bundestagsplenum verfehlte er abermals die nötige Stimmenzahl. Zuvor waren bereits die AfD-Kandidaten Albrecht Glaser und Mariana Harder-Kühnel jeweils drei Mal gescheitert.

Jetzt soll der 72-jährige Paul Viktor Podolay bei der ersten Sitzung des Bundestags nach der Sommerpause für den vakanten Posten im Parlamentspräsidium zur Wahl stellen, beschloss die AfD-Bundestagsfraktion am Dienstagabend nach Angaben eines Sprechers.

Paul Viktor Podolay: Der neue AfD-Kandidat für das Amt eines der vier Bundestags-Vizepräsidenten.

AfD benennt Podolay zum Kandidaten - es ist nicht der erste

Podolay wurde im Jahr 1946 im slowakischen Bratislava geboren. Der gelernte Medizintechniker war laut Angaben seiner Bundestags-Internetseite von 1997 bis 2015 Mitglied der CSU. Im Jahr 2014 trat er als unabhängiger Kandidat der SaS-Partei in der Slowakei bei der Europawahl an. Seit 2015 ist er demnach AfD-Mitglied, im Wahlkreis Erlangen kandidierte er als Direktkandidat.

Nach eigenen Angaben engagiert sich Podolay stark für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und seinem Geburtsland Slowakei: Demnach ist er Honorarrepräsentant der Regierung der Region Bratislava im Freistaat Bayern und Ehrenbürger der Region Bratislava. Laut Geschäftsordnung des Bundestags steht jeder Fraktion ein Sitz im Parlamentspräsidium zu. Die Abgeordneten sind gleichwohl bei ihrer Wahlentscheidung frei.

Unterdessen sorgte die AfD bereits für neuen Wirbel. So fordert sie mit drastischen Worten eine Wiedereinführung der Wehrpflicht bei der Bundeswehr. 

dpa

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