Geheime WhatsApp-Protokolle

AfD-NRW-Chef Pretzell weist Trickserei-Vorwürfe zurück

+
Marcus Pretzell ist verwundert über das Verhalten von Björn Höcke und Alexander Gauland, die „den Landesverband NRW in den Schmutz ziehen“.

Düsseldorf/Berlin - Nordrhein-Westfalens AfD-Chef Marcus Pretzell hat Vorwürfe der „Trickserei“ bei der Listenaufstellung für die Landtagswahl zurückgewiesen.

„Von unseren Delegierten hat man offenbar keine hohe Meinung, traut man ihnen doch zu, dass sie sich von Chatgruppen-Parolen beeinflussen lassen“, schrieb er auf Facebook. Thüringens AfD-Chef Björn Höcke und der stellvertretende Bundesvorsitzende Alexander Gauland hatten zuvor erklärt: „Angesichts der vorliegenden Dokumente vom Listenparteitag scheint fraglich, ob bei der Kandidatenwahl alles mit rechten Dingen zugegangen ist“. Die Listenwahl solle deshalb von einem Schiedsgericht überprüft werden.

Höcke und Gauland bezogen sich auf einen Bericht des „Stern“, der aus geheimen Chat-Protokollen einer AfD-Gruppe in NRW zitiert hatte. Danach handelt es sich bei den Mitgliedern dieser „Whatsapp“-Gruppe um Unterstützer von Pretzell, die bei Wahlversammlungen als Strippenzieher agiert und über Parteimitglieder gelästert hatten. Pretzell entgegnete, er sei weder Mitglied dieser Gruppe noch sei sie von ihm gesteuert. Er sei verwundert über das Verhalten von Höcke und Gauland, die „den Landesverband NRW in den Schmutz ziehen“. Pretzell war im September mit nur 54 Prozent der Delegierten-Stimmen zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 14. Mai gewählt worden.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.