Landeschef reagiert irritiertR

AfD-Politiker will Partei für rechtsextreme „Identitäre“ öffnen

Äußerst heikler Vorstoß bei der AfD: Der parlamentarische Geschäftsführer der Partei in Mecklenburg-Vorpommern will die Partei für eine rechtsextreme Gruppierung öffnen.

Schwerin - Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Ralph Weber, will seine Partei für die rechtsextreme, vom Verfassungsschutz beobachtete Identitäre Bewegung öffnen. Es müsse ein Ende haben, dass „unsere Gegner“ Einfluss darauf haben, „wen wir als Verbündete akzeptieren“, schrieb Weber auf seiner Facebook-Seite - das gelte auch für „die Mitkämpfer aus der Identitären Bewegung“. 

Der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, sieht bei der Identitären Bewegung Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, weshalb sie beobachtet wird.

Der AfD-Landesvorsitzende Leif-Erik Holm reagierte einem Bericht von NDR 1 Radio MV zufolge verwundert auf die Äußerungen seines Parteifreundes. Er verwies auf einen sogenannten Unvereinbarkeitsbeschluss der Partei, nach dem es eine Zusammenarbeit mit der Identitären Bewegung nicht geben könne.

dpa/fn

Rubriklistenbild: © dpa

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