Gold für 210.000 Euro verkauft

AfD jubelt: Ihre Gold-Shop-Idee geht auf

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Eine AfD-Umhängetasche mit der Aufschrift "Alternative für Deutschland - Euro? Ich trag mein Gold am Körper".

Berlin - Die Idee der AfD, in den Goldhandel einzusteigen, klang zunächst merkwürdig. Doch der Gold-Shop der finanziell angeschlagenen Partei soll schon Erfolg zeigen.

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist vom Erfolg ihres Goldhandels überrollt worden. Eine der fünf Münzen, die von der eurokritischen Partei seit Mittwoch in ihrem Online-Shop verkauft werden, war am Freitag bereits ausverkauft. AfD-Sprecher Christian Lüth sagte, die Partei habe in den ersten 48 Stunden bereits Gold für mehr als 210.000 Euro verkauft.

AfD will mit Gold ihre Parteifinanzen sanieren

Die rechtskonservative Partei will mit dem Verkauf von Goldbarren und -münzen ihre Parteifinanzen sanieren. Sie hofft, dadurch zwei Millionen Euro zu erlösen. Denn nur dann würde sie nicht nur drei Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen für 2014 erhalten, sondern die ihr maximal zustehende Summe von fünf Millionen Euro. Maßstab für die Verteilung der staatlichen Zuschüsse ist neben dem Wahlerfolg und den Mitgliedsbeiträgen einer Partei auch die Summe der eingenommenen Spenden.

Viele Anhänger der AfD sind für einen Ausstieg aus dem Euro und wünschen sich die D-Mark zurück. Deshalb bietet die Partei unter anderem D-Mark-Goldmünzen an.

De Maizière glaubt nicht an Verschwinden der AfD

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) rechnet nicht damit, dass die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) rasch wieder von der Bildfläche verschwindet. „Bei der AfD sagen viele, sie wird sich zerlegen“, sagte er der „Berliner Zeitung“ (Freitagsausgabe).

„Ich bin da nicht so sicher. Wenn alle europäischen Länder eine anti-moderne Protestpartei haben, spricht vieles dafür, dass wir die auch haben. Ich will mich damit aber nicht abfinden, sondern arbeite dafür, dass sie wieder verschwindet.“ Am Donnerstag hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die AfD als Schande für Deutschland bezeichnet, weil sie Fremdenfeindlichkeit propagiere.

dpa

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