Afghanistan: Keine "Leopard"-Panzer für Bundeswehr

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Der "Leopard"-Panzer der Bundeswehr.

Berlin - Das blutige Gefecht von Kundus hat eine Debatte über die Ausrüstung der Bundeswehr ausgelöst. Dem Einsatz des schweren Panzers Leopard erteilte Bundeswehr-Generalinspekteur Wieker eine Absage.

Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker hat dem Einsatz von schweren “Leopard“-Panzern in Afghanistan eine klare Absage erteilt. Die Aufrüstung der Bundeswehrtruppe am Hindukusch mit zusätzlicher Artillerie schließt er dagegen nicht aus. Wenn die Kommandeure vor Ort zu der Einschätzung kämen, dass der Einsatz der Panzerhaubitze 2000 notwendig und hilfreich sei, “werden wir uns dem nicht verwehren“, sagte Wieker der “Bild“-Zeitung.

Der designierte Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus sprach sich für den Einsatz des “Leopard 2“-Panzers aus, der fast doppelt so schwer ist wie der zur Zeit in Afghanistan verwendete Schützenpanzer “Marder“. Außerdem ist der “Leopard“ mit einem deutlich schwereren Geschütz ausgestattet.

Wieker meinte, dass ein solch großer Panzer keine abschreckende Wirkung auf die Taliban habe. “Die Taliban tauchen weg vor Übermacht und bestimmen Ort und Zeit, um zu kämpfen“, sagte er. “Außerdem müssen wir uns fragen, wie wir auf die Bevölkerung wirken, wenn wir mit Panzern anrücken. Wir wollen die Menschen beschützen und nicht verschrecken.“

Auch der Einsatz der Panzerhaubitze 2000 könnte nach Einschätzung Wiekers in Afghanistan schwierig werden. “Oft ist es (...) kaum möglich, schwere Waffen einzusetzen, wenn sich die Taliban - wie am Freitag - hinter Kindern verstecken“, sagte er.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU), sagte während einer Afghanistan-Reise, der Einsatz schwerer Panzer werde von den Soldaten gar nicht verlangt. “Ich habe keinen gefunden, der einen Panzer “Leopard 2“ hätte haben wollen.“

dpa

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