Kommentar zum Handel mit Afrika

Afrikas Probleme so groß wie der Kontinent: Gemeinsam agieren

Afrikas Probleme sind so groß wie der Kontinent selbst. Gewalt, Korruption, Dürren und Überbevölkerung sind die Gründe für Hunger und Armut. Ein Kommentar von Ulrich Riedler aus der HNA-Nachrichtenredaktion.

Die Bevölkerung wird sich bis 2050 um mehr als 2,5 Milliarden Menschen verdoppeln mit der Folge, dass jedes Jahr 20 Millionen junge Menschen zusätzlich auf den Arbeitsmarkt drängen. Viele suchen ihr Heil wegen mangelnder Perspektiven in Europa. Hunderttausende sitzen bereits auf gepackten Koffern.

Doch auch die westlichen Industriestaaten haben einen Anteil daran, dass Afrika wirtschaftlich nicht auf die Beine kommt. Die Handelsströme sind einseitig, die EU-Importe aus Afrika sind stark gesunken - so bleibt der Kontinent vom Wachstum abgekoppelt.

Das weiß auch Entwicklungshilfeminister  Gerd Müller, der schon vor zwei Jahren den „Marshallplan mit Afrika“ verkündete. Verändert hat sich bislang nicht viel. Mag sein, dass der Minister auch jetzt zu hohe Erwartungen schürt. Dass Müller nun mit der EU nachlegt, ist aber zwingend nötig. Nur auf gemeinsamer Ebene lässt sich das Problem bewältigen.

Das gilt gleichwohl für den riesigen Kontinent selbst. Die oftmals kleinbäuerliche Agrarkultur lässt sich nicht prompt und ohne Weiteres an die digitale Wirtschaft westlicher Industrienationen anschließen. Insofern muss die Afrikanische Union dafür sorgen, dass ihre kürzlich beschlossene Wirtschafts- und Freihandelsunion bald Früchte trägt. Wie formulierte Minister Müller so treffend? Afrika wird nicht mit einigen Regentropfen grün.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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