Al-Kaida will Geisel gegen Hassprediger tauschen

Istanbul - Die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) soll die Freilassung eines Briten im Tausch gegen den jordanischen Hassprediger Abu Katada angeboten haben.

Das geht aus einer Botschaft hervor, die islamistische Terrorgruppen am Montag im Namen der Organisation veröffentlichten.

Darin heißt es, die Gruppe sei bereit, den im November in Mali entführten britisch-südafrikanischen Staatsbürger Stephen Malcolm freizulassen. Im Gegenzug solle die britische Regierung Abu Katada, der mit bürgerlichem Namen Omar Othman heißt, in ein Land seiner Wahl ausreisen lassen. Sollte London das Angebot ablehnen, würde dies “das Tor zum Bösen öffnen“.

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Die britische Regierung will den Jordanier palästinensischer Herkunft schon seit Jahren nach Jordanien abschieben, wo er in einem Terrorprozess 1998 in Abwesenheit verurteilt worden war. Nach jordanischem Recht müsste der Prozess gegen ihn nach seiner Rückkehr wiederholt werden. Die geplante Abschiebung aus Großbritannien wurde mehrfach aufgeschoben, da nicht auszuschließen ist, dass Abu Katada in Jordanien auf der Basis von Geständnissen verurteilt wird, die unter Folter entstanden sind.

In der AQMI-Botschaft, deren Authentizität nicht unabhängig überprüft werden konnte, heißt es, Abu Katada sei kein Angehöriger von Al-Kaida oder einer anderen Dschihadistenorganisation. AQMI setze sich lediglich für ihn ein, “weil er ein Muslim ist, dem Unrecht widerfahren ist“.

dpa

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