Al-Wazir gegen Schwarz-Grün im Bund, aber nicht im Land

Wiesbaden. Eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene ist nach Ansicht des hessischen Grünen-Vorsitzenden Tarek Al-Wazir ausgeschlossen. „Ich sehe uns nicht in der Situation, dass wir in Koalitionsverhandlungen mit der Union einsteigen könnten“, sagte Al-Wazir.

Grund sei unter anderem, dass die Grünen vor der Bundestagswahl faktisch ein solches Bündnis ausgeschlossen hätten.

Da auch Rot-Rot-Grün wegen des knappen Vorsprungs an Stimmen keine realisierbare Möglichkeit sei, sieht Al-Wazir die Bundestagsfraktion auf der Oppositionsbank. Künftig sollten sich die Grünen seiner Ansicht nach auch auf Bundesebene nicht mehr ausschließlich auf die SPD als Koalitionspartner festlegen.

In Hessen wollten die Grünen dagegen ernsthaft auch mit der Union verhandeln, kündigte Al-Wazir an. Er kritisierte jedoch, dass es innerhalb der hessischen CDU keine selbstkritische Analyse des Wahlergebnisses gebe: „Die Leute wollen dieses Konfrontative nicht mehr, das besonders die Hessen-CDU auszeichnet.“

Gespräche werde es auch mit der SPD und der Linken geben. Gebe es keine Einigung, gingen die hessischen Grünen für weitere fünf Jahre in die Opposition: „Bevor ich inhaltlich das Falsche mache, bleibe ich lieber in der Opposition. Wir haben Zeit, die sollten wir uns nehmen und nicht hektisch in die eine oder andere Richtung Fehler machen.“ (lhe)

Rubriklistenbild: © dpa

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