Braunschweig-Wolfsburg-Salzgitter will Freizeitwert der Region ins Bewusstsein rufen

Allianz soll Image aufpeppen

Eine Produktionsstätte als Touristenziel: Die Autostadt in Wolfsburg ist zu einem Ausflugsziel in Südostniedersachsen geworden. Das Foto zeigt einen der beiden Autotürme. Foto:  dpa

Braunschweig. Harz und Heide, VW-Autostadt, Schöninger Speere - mehr als 100 große und kleine Touristikziele haben Fachagenturen in der Umgebung von Braunschweig und Wolfsburg ausgemacht. Als attraktiv gilt der Landstrich zwischen Harz und Heide dennoch nicht. Das Projekt „Allianz für die Region“ soll das nun ändern.

Die Wirtschaftsfördergesellschaften Wolfsburg AG und Projekt Region Braunschweig stellten jetzt in Braunschweig das Projekt „Eine Allianz für die Region“ vor. Die Aktion wurde zwei Jahre lang vorbereitet.

Lebensqualität steigern

Dahinter stehen acht Landkreise und Städte sowie etliche Unternehmen. Die Lebensqualität soll gesichert und gesteigert werden, hieß es. Ein Aspekt der vor dem erwarteten Fachkräfte-Mangel auch bei der Suche nach Arbeitskräften eine Rolle spielen wird. „Wer die Wahl zwischen München und Salzgitter hat, wird derzeit vermutlich München wählen“, sagte Thomas Wetzel aus Salzgitter.

„Die Liebe zur Region kommt erst auf den zweiten Blick“, betonte Julius von Ingelheim, der an der Spitze beider Fördergesellschaften steht. Jeder kenne zwar die Namen der internationalen Unternehmen wie VW, Salzgitter AG oder New Yorker, die Orte der Firmensitze sagten vielen Menschen aber wenig. Das Konzept „Erlebnisregion2020“ soll helfen, den Blick für die Region mit 1,13 Millionen Einwohner zu schärfen. „Wir wollen die bundesweite Referenzregion für Arbeit und Lebensqualität werden“, sagte von Ingelheim.

Liebe auf den zweiten Blick

Dazu sollen Freizeitangebote optimiert und verknüpft werden. Wolfenbüttel könnte nach einer Studie zum Beispiel mit dem früheren Bibliothekar Gotthilf Ephraim Lessing (1729-1781) mehr Besucher anlocken. Daneben sollen neue Attraktionen entstehen, zum Beispiel ein Freizeitpark mit dem Thema Harz-Sagen in Goslar oder ein Zentrum für politische Bildung am früheren Grenzübergang im Kreis Helmstedt.

„Baubeginn wird nicht morgen sein“, sagte Manfred Günterberg von der Wolfsburg AG. Erst müssten alle Kommunalpolitiker an Bord geholt werden und entsprechende Beschlüsse fassen. (lni)

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