Altenpflege: Mehr Geld für Schüler

Hannover. Altenpflegeschüler und Ausbildungsbetriebe in Niedersachsen können sich freuen. Sie müssen künftig kein Schulgeld mehr bezahlen.

Rückwirkend ab dem 1. August erhöht die Landesregierung den monatlichen Zuschuss für alle drei Ausbildungsjahre inklusive der Umschüler auf 200 Euro. Dies deckt die derzeit von den privaten Altenpflegeschulen erhobenen Gebühren komplett ab.

Bis 2020 braucht man allein in Niedersachsen wegen der steigenden Zahl der Pflegebedürftigen rund 12 000 neue Kräfte, berichtet Sozialministerin Aygül Özkan (CDU). In Niedersachsen gibt es neben den 31 öffentlichen Pflegeschulen mit derzeit 2162 Auszubildenden 57 private Schulen mit 4085 Schülern. Letztere erheben ein monatliches Schulgeld von 90 bis 200 Euro. Dieses übernehmen entweder die Ausbildungsbetriebe oder die Schüler müssen es ganz oder teilweise selbst tragen. Seit 2009 gewährt Niedersachsen bereits einen Zuschuss, zunächst 50 Euro, zuletzt 160 Euro monatlich. Die jetzige, laut Özkan bundesweit einmalige, Erhöhung auf 200 Euro soll den Schulbesuch komplett kostenfrei stellen. Eine examinierte Altenpflegerin verdient nach ihren Angaben rund 1400 Euro netto.

4,3 Millionen Euro kostet die Schulgeldförderung den Sozialetat im laufenden Jahr. Für Ministerin Özkan gut angelegtes Geld. Vor Zahlung der Zuschüsse habe es in Niedersachsen nur 4600 Altenpflegeschüler gegeben, inzwischen sei die Zahl um 35 Prozent auf 6247 angewachsen. (ymp)

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