Alternde Bevölkerung: Vor allem Westdeutschland betroffen

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Zwei ältere Damen tragen nach einem Einkauf im mobilen Einkaufsladen in Hassenberg (Bayern) ihre Lebensmittel nach Hause. Foto: David Ebener/Illustration

Berlin (dpa) - Vom Älterwerden der Bevölkerung in den nächsten 15 Jahren sind besonders westdeutsche Regionen massiv betroffen. Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gibt es viele Landstriche, in denen der Anteil der Über-60-Jährigen bis 2030 um deutlich mehr als 25 Prozent wächst.

Aber auch auf die südlichen Regionen Hessens sowie Teile Nordrhein-Westfalens, Niedersachsens, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns komme ein starker Anstieg zu, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag.

Überall dort sei der Anteil der Menschen über 60 im Vergleichsjahr 2012 mit rund 25 Prozent noch verhältnismäßig niedrig gewesen. Das wird sich in den kommenden Jahren aber ändern, schreibt die Bundesregierung unter Berufung auf die aktuelle Raumordnungsprognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. So werden 2030 etwa in Münster 34,7 Prozent der Menschen über 60 sein (+44,1%), in Augsburg 33,7 Prozent (+35,9%), in Trier 35,8 Prozent (+35,1%).

In Teilen Sachsens, Thüringens und Sachsen-Anhalts, wo der Anteil der Älteren heute schon sehr hoch ist, wird der Anstieg weniger stark ausfallen. Trotzdem werden in den ländlich geprägten Regionen der ostdeutschen Länder die Über-60-Jährigen 2030 mehr als 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Den geringsten Anteil erwarten die Experten für Hamburg (28%) und die Region München (28,9%).

Broschüre zur Raumordnungsprognose 2035

Ausgewählte Prognosedaten

Kleine Anfrage der Grünen

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